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Um eine maßgeschneiderte Form von Knorpelgewebe zu erzeugen, was bislang immer schwierig war, gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Wien einen neuen Weg über ein Präzisions-3D-Druckverfahren.

Mit menschlichen Zellen aus einem 3D-Drucker hat ein ForscherInnenteam aus den USA, Singapur und China ein Gewebe geschaffen, das aussieht und funktionieren soll wie ein Stück Gehirn.

Die European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing (EPAA) unterstützt Studenten und junge Wissenschaftler mit herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der alternativen Ansätze bei der Teilnahme an einer hochkarätigen wissenschaftlichen Veranstaltung.

NIH wollen verstärkt in NAMs investieren

Dienstag, 13 Februar 2024 12:28

Letzte Woche nahm die Direktorin der National Institutes of Health (NIH), Dr. Monica Bertagnolli, die Empfehlungen des Beratenden Ausschusses  an, Ansätze zu prüfen, die neue alternative Methoden in der biomedizinischen und Verhaltensforschung verwenden.

Die französische in vitro-Neurowissenschaftlerin Dr. Alexandra Benchoua wurde Ende Januar für ihre Entwicklung einer tierfreien Methode ausgezeichnet, mit der neurologische und psychiatrische Erkrankungen wie solche im Bereich der autistischen Spektrumstörungen erforscht und Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden können.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Transfusionsmedizin und Gentherapie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Toni Cathomen haben im Rahmen der britischen „Crack it“– Challenge eine Förderung von umgerechnet rund 1,17 Millionen Euro erhalten. Das Team erforscht einen innovativen, tierversuchsfreien Ansatz in der Sicherheitsbeurteilung moderner Krebstherapien.

Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB hat ein in vitro-Hundevollhautmodell entwickelt, mit dem sich medizinische Therapeutika zur Behandlung von Hauterkrankungen von Hunden testen lassen.

Der  Wissenschaftsfonds (FWF) bietet mit Mitteln des Wissenschaftsministeriums ein Österreich-weites Förderprogramm zur Erforschung von Ersatzmethoden für Tierversuche an. Ziel ist es, die Etablierung alternativer Methoden nach dem 3R-Prinzip weiter zu beschleunigen.

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA (European Chemicals Agency) hat ein Konsortium unter Beteiligung von BASF beauftragt, die Zuverlässigkeit und Relevanz neuer Technologien als Alternativen für Tierversuche, sogenannte New Approach Methodologies (NAMs), wissenschaftlich zu untersuchen und deren Einsatz in Zukunft zu fördern. Zu den NAMs gehören in-vitro-Modelle, Computermodellen und Omics-Methoden (genetische Analysen des gesamten Genoms, aller exprimierten Proteine einer Zelle und der Stoffwechselfunktionen).

Wie das 3R-Center Tübingen auf der Plattform LinkedIN bekanntgegeben hat, ist der bekannte Wissenschaftler für Organ-on-Chip Forschung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und am NMI Reutlingen, Prof. Peter Loskill, in die Ständige Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) berufen worden.