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Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des Biozentrums der Universität Basel hinterfragt die gängige Ursache von Parkinson. Die Forscher konnten nachweisen, dass die für Parkinson charakteristischen Einschlüsse in den Nervenzellen des Gehirns in den meisten Fällen nicht aus Proteinfibrillen bestehen, sondern vielmehr aus einem Gemenge von Membranfragmenten. Die in «Nature Neuroscience» publizierte Studie wirft neue Fragen zur Entstehung von Parkinson auf.

100 Zelllinien für die Krebsforschung

Freitag, 05 Juli 2019 09:16

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) haben 100 Zelllinien Krebszelllinien, inklusive T-Zell, B-Zell- und myoloische Malignome für die Leukämie-Lymphom-Forschung zur Verfügung gestellt.

Das 3R Kompetenzzentrum Schweiz (3RCC) unterstützt sechs Projekte mit insgesamt CHF 1,2 Millionen zur Förderung des 3R-Prinzips (Ersatz, Reduzierung und Verbesserung von
Tierversuchen). Unter den geförderten Projekten ist der Fischzelltest von EAWAG.

Ein internationales Team unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund (IfADo) hat eine in vitro/in silico-Methode etabliert, mit der das Risiko von medikamentbedingten Leberschäden in Bezug auf orale Dosen und Blutkonzentrationen vorhergesagt werden kann.

Das Start-up-Unternehmen Hesperos, Inc. mit Sitz in Orlando, Florida, hat gemeinsam mit der University of Central Florida und dem Pharmaunternehmen Roche ein neues Body-on-a-Chip-Modell vorgestellt, mit dem sowohl die Wirksamkeit eines Medikaments als auch die Toxizität in Herz-, Leber- und Zielzellen gemessen werden können.

Am 11. Juli 2019 werden Dr. Jan van der Valk und andere Experten über Optionen zum Ersatz von fetalem Rinderserum (FBS) in Zellkulturmedien sprechen.

Roboterfische ersetzen Tierversuche

Montag, 17 Juni 2019 11:26

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeiten in den kommenden drei Jahren daran, vom Gesetzgeber geforderte Tierversuche in europäischen Wasserkraftwerken künftig durch Roboterfische zu ersetzen. Die künstlichen Ersatzfische sollen Informationen über Strömungsbedingungen und zu erwartende Schädigungen von Fischen in europäischen Flusskraftwerken geben.

Im EU-Projekt "iPSpine" (Induced pluripotent stem cell-based therapy for spinal regeneration) wollen 20 internationale Wissenschaftler neue innovative Wege bei der Therapie von Bandscheibenerkrankungen gehen. Mit pluripotenten Stammzellen (iPSC) und intelligenten Biomaterialien soll ein neues Medizinprodukt entwickelt und getestet werden. Die EU stellt hierfür 15 Millionen Euro im Rahmen von Horizon 2020 zur Verfügung.

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 15. Juni von 17.00 bis Mitternacht öffnet auch die Technische Universität Berlin ihre Tore und stellt neueste Entwicklungen aus der Welt der Ersatzverfahren zum Tierversuch vor.

Ärzte und Lungenforscher unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Robert Bals, Prof. Dr. Thomas Tschernig sowie der Pharmazeut Prof. Dr. Claus-Michael Lehr von der Universität des Saarlandes untersuchen in einem Projekt, wie sich durch COPD zerstörtes Lungengewebe wieder regenerieren kann.