Bonn: Aus Blutzellen werden Nervenzellen

Dienstag, 23 Oktober 2018 10:48

Forschern vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn, des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn ist es gemeinsam mit weiteren Kollegen der Universitäten Bonn, Aachen und München gelungen, weiße Blutkörperchen direkt in neuronale Stammzellen umzuwandeln ohne den langwierigen Weg über induzierte pluripotente Stammzellen.

Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems an der Donau hat ein Forschungsprojekt gestartet. Mit einem 3D-Drucker sollen realitätsnahe Organmodelle für die Forschung und Medizinerausbildung gedruckt werden.

Wissenschaftler um Geschäftsfeldleiter Mikrotechnik Dr. Udo Klotzbach vom Fraunhofer Institut für Werkstoff und Strahltechnik IWS in Dresden haben den Innovation Award der European Association of Research and Technology Organisations (EARTO) gewonnen. Die Organisation ehrte die Wissenschaftler für die Entwicklung ihres Multiorgan-Chip-Systems, auf dem kleinste Organe verbunden über ein Blukreislaufsystem nachgebildet werden können.

Prof. Thomas Hartung vom Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) der Johns Hopkings Universität in Baltimore hat zusammen mit seinem Team ein Computerprogramm entwickelt, mit dem sich die Toxizität von Chemikalien besser vorhersagen lässt als mit Tierversuchen.

Der 37. Tierschutzforschungspreis des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) gint in diesem Jahr an Professor Dirk Görlich und Dr. Tino Pleiner vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Die Wissenschaftler haben gemeinsam ein Verfahren entwickelt, das die Produktion sogenannter sekundärer Antikörper in Tieren ersetzen kann. Den beiden Wissenschaftlern ist es gelungen, eine neue Art von Antikörpern zu entwickeln, sogenannte sekundäre Nanobodies, die ohne Tiernutzung vervielfältigt werden können.

Das EU-Referenzlabor des Joint Research Centers (JCR) für Alternativen zu Tierversuchen (EURL ECVAM) hat eine zweite Ausschreibung gestartet, um alternative Methoden und Modelle zu prüfen, die für die Forschung in den fünf Bereichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brustkrebs, Immunogenitätstests für Arzneimittel für neuartige Therapien, Autoimmunerkrankungen und Modelle für die Immunonkologie verwendet werden.

In Kooperation mit der Society of Toxicology (SoT) gewährt Colgate-Palmolive Zuschüsse für Wissenschaftler aller Fachrichtungen, die tierfreie Methoden zur Sicherheitsbewertung neuer Chemikalien und Formulierungen fördern, entwickeln, verfeinern oder validieren.

Wissenschaftler des unter Dr. Anne-Claude Gavin vom European Molecular Biology Laboratory (EMBL) Heidelberg und Prof. Dr. Anthony D. Ho vom Universitätsklinikum Heidelberg haben an Blutstammzellen die molekularen Grundlagen des Alterns untersucht.

Symposium der Berlin-Brandenburg Plattform 3R

Mittwoch, 03 Oktober 2018 21:05

Unter dem Titel „Rethinking Biomedical Sciences“ fand am 2. Oktober ein wissenschaftliches Symposium der Berlin-Brandenburg-Plattform 3R statt. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen stellten ihre aktuellen Forschungsarbeiten zum Ersatz von Tierversuchen, zur Reduktion und Methoden zur Verfeinerung von Tierversuchen vor.

Neues vom EUSAAT-Kongress in Linz

Montag, 01 Oktober 2018 21:39

Mit rund 290 Teilnehmern aus 29 Ländern ist der Kongress der European Society for Alternatives to Animal Testing (EUSAAT) der größte Kongress zum Thema 3R in Europa und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Mit 169 Vorträgen und 100 Postern informierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der 3R (replacement, reduction und refinement von Tierversuchen).

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