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Das amerikanische Unternehmen MatTek aus Ashland hat einen Assay mit humanem Darmmikrogewebe entwickelt. Das Testprinzip ist die Messung des transepithelialen Widerstandes. Der Assay kann in der Arzneimittelentwicklung zum Testen auf medikamenteninduzierte Diarrhoe genutzt werden.

Forscher vom Institute of Molecular Biotechnology (IMBA) in Wien haben aus induzierten pluripotenten Stammzellen kleinste Kapillaren entwickelt, mit denen sie deren krankhafte Veränderungen durch Diabetes untersuchen und Strategien zur Behandlung entwickeln wollen.

Ein neues europäisches Forschungskonsortium "TimeLife" will u.a. Zellkulturen nutzen, um Krankheiten noch im Frühstadium erkennen und hierfür präzise therapeutische Behandlungsstrategien ausarbeiten zu können. Dafür erhalten die 120 beteiligten europäischen Wissenschaftler von der Europäischen Union zunächst eine Million Euro für ein Jahr, um einen detaillierten Plan auszuarbeiten.

Der diesjährige Forschungspreis zur Förderung und Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch der Freien und Hansestadt Hamburg ging an Prof. Dr. Arne Hansen vom Institut für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Er wurde damit für seine in-vitro-Entwicklungen menschlichen Herzgewebes geehrt.

Bf3R: Register für Tierversuche

Dienstag, 08 Januar 2019 20:20

Am Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren ist ein neues Register eingerichtet worden. Wissenschafter können hier ihr Tierversuchsvorhaben im Vorfeld freiwillig registrieren lassen. Mit dem Register will die Einrichtung vermeiden, dass es zu Dopplungen kommt.

Die EU fördert im Rahmen des Programms Horizon 2020 unter anderem die cloudbasierte Neuroinformatikplattform VirtualBrainCloud, die von der Charité Universitätsmedizin Berlin koordiniert und mitbearbeitet wird. Hier geht es um eine verbesserte Diagnose und Therapie mittels Computersimulation für Patienten, die an neurodegenerativen Erkrankungen leiden.

Das Berliner Start-up Morressier GmbH betreibt eine Plattform für wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Lösung soll neueste Ergebnisse von Forschern schnell und einfach zugänglich machen.

Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Stammzellinstitut HI-STEM in Heidelberg haben einen neuen Stammzelltyp erzeugt. Aus menschlichen Blutzellen schufen sie neurale Stammzellen, die denen ähneln, die in der frühen Embryonalentwicklung des zentralen Nervensystems vorkommen.

Hamburg: In vitro gegen Vorhofflimmern

Freitag, 21 Dezember 2018 12:04

Einem Team aus Forschern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist es gelungen, Patientenhautzellen in induzierte pluripotente Stammzellen umzuwandeln und aus diesen ein schlagendes menschliches Herzmuskelgewebe der Vorhöfe zu züchten. Dies könnte bei der Entwicklung von personalisierten Therapien gegen Vorhofflimmern helfen und Tierversuche einsparen.

Der diesjährige 3R-Schience Preis der European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing (EPAA) geht an Dr. Antje Appelt-Menzel vom Lehrstuhl für Tissue Engineering und Regenerative Medizin
des Uniklinikums Würzburg für ihre Forschungsarbeiten an einem In-vitro-Modell der humanen Blut-Hirn-Schranke.