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In der diesjährigen Ausgabe der Serie „Replacement des Jahres“ wird die derzeitige Entwicklung und Anerkennung einer Teststrategie zum Ersatz für Nagetieren in Tests auf Schädigung der Hirnentwicklung (Entwicklungsneurotoxizitätstests) beleuchtet.

Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen arbeiten seit längerem mit Regulationsbehörden wie der European Food and Safety Agency (EFSA) zusammen an einer kosteneffizienten Teststrategie auf Basis einer zuverlässigen in-vitro-Testbatterie, um DNT-Gefahren ermitteln und Maßnahmen zur Verringerung der Exposition gegenüber diesen Chemikalien einleiten zu können. Dabei soll die komplexen Prozesse der Gehirnentwicklung in einzelne räumlich und zeitlich getrennte Entwicklungsschritte zerlegt und für jeden Schritt einzelne Tests entwickelt werden.

Zwischen dem 9. September und dem 6. Dezember diesen Jahres können sich Bewerber für den LUSH-Preis 2020 nominieren oder nominieren lassen. Der Preis ist mit insgesamt 350.000 britischen Pfund dotiert und ehrt Forscher und Engagierte in den fünf Kategorien Wissenschaft, Nachwuchswissenschaftler, Training, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying.  

Roboterfische für Umwelttests

Dienstag, 06 August 2019 13:29

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Universität Magdeburg arbeiten gemeinsam mit Forschern aus Dresden, Jena, Stuttgart und Estland daran, gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuche in europäischen Wasserkraftwerken künftig durch Roboterfische zu ersetzen. Mit künstlichen Ersatzfischen wollen sie Informationen über Strömungsbedingungen und zu erwartende Schädigungen von Fischen in europäischen Flusskraftwerken gewinnen.

Schlagende Herzkammer aus dem 3D-Drucker

Freitag, 02 August 2019 13:07

Amerikanische Forscher von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh haben mit Hilfe des 3D-Drucks eine linke Herzkammer aus Kollagen und Herzmuskelzellen erzeugt, die nach wenigen Tagen von selbst zu schlagen begann. Ihre Entwicklung haben sie im Fachmagazin „Science“ vorgestellt.

Der Kardiologe Dr. Timon Seeger von der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg hat Mechanismen einer Genmutation identifiziert, die zu Fehlregulationen in Herzmuskelzellen und damit zu der genetisch bedingten Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) führen kann. Für die Erkenntnisse wurde der Forscher mit dem renommierten, mit 5.000 Euro dotierten Wilhelm P. Winterstein-Preis der Deutschen Herzstiftung ausgezeichnet.

Biophysiker der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben eine Mikroskoptechnik entwickelt, mit der sie die Botenstoffe von einzelnen Zellen analysieren können. Das neue Verfahren könnte dabei helfen, die Übertragung von Krankheiten von Zelle zu Zelle besser zu verstehen oder die Entwicklung von Stammzellen genauer zu untersuchen.

Wissenschaftler der RMIT University in Melborne, Australien, haben das menschliche Gehirn mit einem elektronischen Chip nachgeahmt. Dieser verwendet Licht, um "Erinnerungen" zu erzeugen und zu verändern.

Einem internationalen Forscherteam aus Großbritannien, China und Deutschland unter Beteiligung des Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, einen noch leistungsfähigeren Stammzelltyp als die embryonale Stammzelle selbst von Mensch und Schwein zu entwickeln und als Linie zu kultivieren. Dieser Stammzelltyp könnte nicht nur für die regenerative Medizin zukunftsweisend sein.

Wissenschaftler der Tierärztlichen Hochschule Hannover haben ein System zum Test auf Entwicklungstoxizität entwickelt, das Nagetiere in den Studien ersetzen soll. Als Ersatz nutzen sie Heuschreckenembryonen.

Die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) und der Verband der forschenden Pharmaunternehmen loben gemeinsam den Preis des Landes Berlin zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche aus. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2019.