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Havard: Gebärmutterhals auf dem Chip

Montag, 17 Juni 2024 10:48

Ein ForscherInnen-Team um Prof. Donald E. Ingber vom Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering der Harvard University in Boston hat ein Organ-on-a-Chip-Modell entwickelt, das den menschlichen Gebärmutterhals mit einer funktionellen epithelialen Barriere sowie der Schleimproduktion mit biochemischen und hormonabhängigen Eigenschaften ähnlich dem lebenden Gebärmutterhals nachbilden kann.

Mithilfe entwickelter menschlicher Atemepithelorganoide gelang es einem Team der Universität Basel zu beobachten, wie es dem Bakterium Pseudomonas aeroginosa gelingt, die Lungenbarriere zu durchbrechen. Dieser hat es auf bestimmte Zellen in der Lunge abgesehen und eine Taktik entwickelt, um die Abwehrlinie zu durchbrechen.

Forscherinnen und Forscher des Instituts für Biomechanik der ETH Zürich haben ein 3D-in-vitro-Modell entwickelt, um die Glasknochen-Krankheit genauer zu untersuchen und den dynamischen Prozess während der frühen Knochenbildung nachzuahmen.

In einem Forschungsprojekt ist es Forscherinnen und Forschern der Technischen Universität Braunschweig gelungen, mittels Phagen-Display-Technik menschliche rekombinante Antikörper gegen das gefährliche Gift der Europäischen Schwarzen Witwe zu entwickeln. Sie sind in der Lage, das Spinnengift zu neutralisieren.

Das Land Rehinland-Pfalz hat zum wiederholten Male den Forschungspreis ausgeschrieben, der die Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden entsprechend dem 3R-Prinzip von Russel und Burch (1959) zum Inhalt hat. Es können sich in Rheinland-Pfalz ansässige Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder wissenschaftlich tätige Personen bewerben.

Eine neue Webseite des National Toxicology Program (NTP) ermöglicht eine einfache Suche in PubMed nach Literatur zu bestimmten Themen im Zusammenhang mit Alternativen zu Tierversuchen (NAMs). NICEATM und das Animal Welfare Information Center (AWIC) des U.S. Landwirtschaftsministeriums haben gemeinsam Suchstrategien, so genannte "Hedges", für spezifische Themen zu Alternativen entwickelt.

TigerShark Science ist ein in Gründung befindliches Start-Up des Fraunhofer-Instituts für Silikatforschung ISC mit Sitz in Würzburg. mit ihren Hautmodellen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Tierversuche deutlich reduzieren.

Vom 18. bis 20. September 2024 findet in diesem Jahr wieder der Kongress der European Society for Alternatives to Animal Testing statt. Abstracts können noch  bis zum  14. Juni 2024 eingereicht werden.

Charles River Laboratories International, Inc. hat am 4.6. den Start seiner Initiative für virtuelle Kontrollgruppen (VCG) mit Sanofi bekanntgegeben. Die beiden Unternehmen arbeiten gemeinsam daran, den Einsatz von Tieren zu reduzieren, indem sie ausgewählte Kontrollgruppentiere durch passende virtuelle Kontrolltiere zu ersetzen, die anhand von retrospektiven Datensätzen entwickelt wurden.

Wie die gemeinnützige Organisation FRAME (Fund for the Replacement of Animals in Medical Experiments) aus Nottigham berichtet, werden zahlreiche tierfrei Forschende von Editoren wissenschaftlicher Journale noch immer aufgefordert werden, ihre Untersuchungsergebnisse durch Tierversuche zu ergänzen und zu bestätigen, obwohl diese nicht Bestandteil der Untersuchung waren. Anderernfalls könnten sie dort ihre Forschungsergebnisse nicht veröffentlichen.

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