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Roboterfische ersetzen Tierversuche

Montag, 17 Juni 2019 11:26

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeiten in den kommenden drei Jahren daran, vom Gesetzgeber geforderte Tierversuche in europäischen Wasserkraftwerken künftig durch Roboterfische zu ersetzen. Die künstlichen Ersatzfische sollen Informationen über Strömungsbedingungen und zu erwartende Schädigungen von Fischen in europäischen Flusskraftwerken geben.

Im EU-Projekt "iPSpine" (Induced pluripotent stem cell-based therapy for spinal regeneration) wollen 20 internationale Wissenschaftler neue innovative Wege bei der Therapie von Bandscheibenerkrankungen gehen. Mit pluripotenten Stammzellen (iPSC) und intelligenten Biomaterialien soll ein neues Medizinprodukt entwickelt und getestet werden. Die EU stellt hierfür 15 Millionen Euro im Rahmen von Horizon 2020 zur Verfügung.

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 15. Juni von 17.00 bis Mitternacht öffnet auch die Technische Universität Berlin ihre Tore und stellt neueste Entwicklungen aus der Welt der Ersatzverfahren zum Tierversuch vor.

Ärzte und Lungenforscher unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Robert Bals, Prof. Dr. Thomas Tschernig sowie der Pharmazeut Prof. Dr. Claus-Michael Lehr von der Universität des Saarlandes untersuchen in einem Projekt, wie sich durch COPD zerstörtes Lungengewebe wieder regenerieren kann.

Das Berliner Start-Up TissUse hat jetzt seine Organ-on-a-Chip-Modelle, Geräte und Zubehör mit dem Markennamen HUMIMIC belegt.

Weitere Informationen:
https://www.pressebox.de/pressemitteilung/tissuse-gmbh/TissUse-launcht-neue-Produktmarkte-HUMIMIC/boxid/958587

Nach Analyse aktueller Forschungsergebnisse durch Wissenschaftler*innen des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) und der Universität zu Köln ist der allgemeine Ersatz von Tierversuchen mit den derzeitigen in vitro-Testsystemen noch nicht möglich. Die Autor*innen sehen weiteren Forschungsbedarf und schlagen ein systematisches Vorgehen nach einer Differenzierungs-Roadmap vor.

Mit den Stimmen der Regierungsfraktion von Sozialdemokraten, Grünen und Linken und bei Enthaltung der Opposition passierten gestern zwei Anträge das Plenum. Danach soll es an Berliner Hochschulen künftig weniger Tierversuche und Tierverbrauch und einen Ausbau tierverbrauchsfreier Methoden geben.

Die Altertox Academy eine interessante Workshopserie initiiert. Die ersten beiden Workshops finden Mitte Juli statt und können bereits gebucht werden.

Das Bundeskabinett hat heute nach jahrelangen Diskussionen einen Gesetzesentwurf zur so genannten Forschungszulage verabschiedet. Damit wird in Deutschland eine steuerliche Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben, möglich. Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen kritisiert, dass Auftragsforschung von der Förderung ausgeschlossen bleibt.

Schweizer Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben einen neuen Test auf Chip-Basis entwickelt, mit dem Schädigungen an einem Embryo durch chemische Substanzen oder Medikamente frühzeitig erkannt werden können. Der Test kann zum Screening von Substanzen verwendet werden, wodurch Tierversuche reduziert und Kosten gespart werden.

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