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Die Europäische Kommission hat zwei Ausschreibungen veröffentlicht, in denen Experten aufgefordert werden, eLearning-Tools zu entwickeln, um die Einführung von alternativen Ansätzen zu Tierversuchen in der Wissenschaft zu erleichtern.

Noch bis zum 30. Juni führt das Joint Research Center der Europäischen Union eine Befragung als Bestandteil einer Studie zu 3R-relevanten Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten durch. Alle WissenschaftlerInnen und EntwicklerInnen sind bis dahin aufgerufen, ihre Kursangebote, Verfahren und Entwicklungen in der Umfrage zu benennen und zu beschreiben.

Am 20. November findet die 14.Jahreskonferenz der European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing (EPAA) in Brüssel statt. Sie trägt den interessanten Titel "Pooling Resources to promote the use of alternative methods for advancing safety assessment", also Ressourcenbündelung zur Förderung der Anwendung von Alternativmethoden für die fortschrittliche Sicherheitsbewertung.

In Innsbruck ist das MUI animalFree Research Cluster gegründet worden mit dem Ziel, die 3R-Expertise der Region Tirol aufzubauen und zu stärken. Hier werden Wissenschafter untereinander vernetzt, um neue Ansätze für die tierversuchsfreie Forschung zu entwickeln. Gleichermaßen sollen junge Forscher in der Lehre für das Thema sensibilisiert werden.

In einer heute erschienenen Pressmitteilung haben Prof. Ulrich Dirnagl und Prof. Daniel Strech vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit ihrem Autorenteam an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen appelliert, sich in höherem Maße ihrer Verantwortung zu stellen und sich für eine verbesserte Qualität in der präklinischen Forschung zu engagieren.

Nur noch bis zum 4. Juli können sich Bewerber für den LUSH-Preis 2018 nominieren lassen. Der Preis ist mit 350.000 britischen Pfund dotiert und ehrt Forscher und Engagierte in den fünf Kategorien Wissenschaft, Nachwuchswissenschaftler, Training, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying.  

Eine Nachwuchswissenschaftlerin der Universität Zürich hat aus fötalem Gewebe von Pferden eine Zelllinie isoliert, aus der sich das Hormon Gonadotropin in der Kulturschale gewinnen lässt. Damit wird die qualvolle Stutenausbeutung zur Gewinnung dieses Hormons in Südamerika überflüssig.

Die Deadline zum Einreichen von Abstracts für Vorträge und Poster hat sich auf den 6. Juli 2018 verlängert.

Forscher des Deutschen Krebszentrums haben einen Mechanismus zur Vermehrung von Brustkrebszellen in einer hormonsensitiven Zelllinie entdeckt. Essenziell für die Vermehrung ist ein Mikroprotein unter der Bezeichnung Casimo1.

Das Human Brain Project geht mit geändertem Fokus in die nächste Projektphase. Insgesamt steht 88 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre rückwirkend vom April 2018 zur Verfügung. Beiteiligt an diesem europäischen Großprojekt sind 118 europäische Forschergruppen aus 19 EU-Staaten aus den Bereichen Neurowissenschaft und Supercomputing.