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Die Landestierschutzbeauftragten mit Expertise im Bereich Tierversuche und Alternativen haben sich zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, um Eckpunkte zum Abbau von Tierversuchen und zum Umstieg auf tierfreie Forschungstechnologien zu erarbeiten.

Professor Dr. Peter Loskill und Dr. Silke Riegger von der Universität Tübingen erhalten den diesjährigen Ursula M. Händel-Tierschutzpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Jury zufolge tragen sie mit der Entwicklung, Anwendung und Verbreitung von Organ-on-Chip-Systemen erheblich dazu bei, Tiermodelle durch geeignete Alternativen zu ersetzen.

Das Wissenschaftlerteam Lydia Kürzinger und Benedikt Pötzl vom Lehrstuhl Endokrinologie und Diabetologie des Universitätsklinikums Würzburg haben  in vitro die Auswirkungen von Bisphenolen auf die Hormonsynthese der Nebenniere untersucht. Sie machten intertessante Entdeckungen.

Jedes Jahr werden vier junge Forscher ausgewählt, die für ihre Leistungen ein Preisgeld von bis zu 30.000 US-Dollar erhalten.

Das Jenaer Biotech-Unternehmen Dynamic42 hat gemeinsam mit ForscherInnen des Hans-Knöll-Instuituts und des Universitätsklinikums Jena ein Darm-on-Chip-Candidiasis-Modell entwickelt, mit dem sich der Infektionsverlauf quantifizieren lässt.

In Zellkulturen, gewonnen von Probandinnen und Probanden hat ein WissenschaftlerInnenteam ermittelt, dass Tabakkonsum tief greifende epigenetische Veränderungen auslöst, von denen angenommen wird, dass sie auf lange Sicht mit einem Krebsrisiko verbunden sind. Dies trifft scheinbar auch auf E-Zigaretten zu, die als Alternative angespriesen werden.

Die Arbeitsgruppe Experimentelle Endoskopie, Entwicklung und Training (EEET) des Universitätsklinikum Tübingen unter der Leitung von Dr. med. Dörte Wichmann entwickelt innovative Modelle, die die menschliche Anatomie exakt widerspiegeln, ohne tierische Materialien zu verwenden.

Seltene Erkrankungen: Tierversuchsfreie Forschung

Donnerstag, 29 Februar 2024 10:46

Anlässlich des heutigen Tags der seltenen Erkrankungen betont der Bundesverband Menschen für Tierrechte die Bedeutung der Erforschung dieser Krankheiten mittels neuer, tierfreier Methoden (NAMs).

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Institut für Quantitative Biomedizin der Universität Zürich haben ein innovatives Zellkulturmodell mit Nervenzellen entwickelt, um ein fehlreguliertes Protein bei Patienten mit Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) und der Frontotemporalen Demenz (FTD) zu untersuchen.

Einem ForscherInnenteam aus Dublin ist es gelungen, mit Hilfe von Patientenblut eine Ursache für die als Long Covid und "Brain Fog" bezeichneten Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen.

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