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Herpesviren ziehen sich nach dem Abklingen der Bläschen in Nervenzellen zurück und ruhen dort in DNA-Form. Mit dem neuen 3-D-Herpesmodell des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart, Arbeitsgruppe molekulare Zelltechnologie in Zusammenasrbeit mit der Abteilung Zellsysteme können nun Infektionsmechanismen der Herpesviren untersucht werden.

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche vergibt in diesem Jahr zwei mit jeweils 10.000 Euro dotierte Forscherpreise an Wissenschaftler des Universitätsklinikums Kiel und des Karlsruher Instituts für Technologie für ihre Brustkrebsforschung ohne Tierversuche.

Ein vielversprechendes Verfahren zum Test von Nervengiften haben Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund zusammen mit dem Nachbarinstitut IfADo (Leibniz-Institut für Arbeitsforschung) den Network Formation Assay (NFA) entwickelt, mit dem sie schnell und einfach Nervengifte testen können.

Am 09. und 10. Juni 2011 haben sich 25 Experten auf Einladung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zu einem Workshop getroffen. Thema war Alternativen zum Tierversuch bei der Prüfung von Keuchhusten-Impfstoffen.

Kommunizierende biologische Barrieren

Freitag, 27 Mai 2011 07:40

Im EU-Projekt „InLiveTox“ verbinden Wissenschaftler erstmals drei biologische Barrieren in einem einzigen „in-vitro“-Modell miteinander. Damit wollen sie naturnahe Bedingungen wie im menschlichen Körper simulieren.

InVitroJobs stellt ab sofort regelmäßig Wissenschaftler und ihre innovativen Forschungen als „Arbeitsgruppe im Portrait“ vor. Im Fokus stehen neu entwickelte Methoden, ihre Evaluation sowie der Ausblick, welche tierexperimentellen Versuchsansätze gemäß dem 3R-Prinzip (reduce, refine, replace) nach Möglichkeit reduziert und bestenfalls ersetzt werden können. Die Serie wird weitergeführt mit der Forschungsgruppe  „Experimentelle Zell- und Gewebetechnologie“ innerhalb der Arbeitsgruppe Molekulare Hämostaseologie am Universitätsklinikum Jena. Der Vorstellung der Forschungsgruppe folgt ein Interview mit Dr. rer. nat. Sandy Mosig.

Antikörper, die eine Schlüsselrolle bei der Erforschung von biologischen und medizinischen Fragestellungen innehaben, wird man in Zukunft kostengünstig und ohne den Einsatz von Tierversuchen in großer Zahl herstellen können.

In Wädenswil (Schweiz) wird menschliches Gewebe im Labor gezüchtet, um neue Medikamente und Kosmetika im Reagenzglas zu testen und Tierversuche zu reduzieren.


Weltweit ist es Wissenschaftlern der Ahlgrenska Akademie an der Gothenburg-Universität in Schweden gelungen, ein Blutgefäß aus Stammzellen herzustellen und einem 10jährigen Mädchen in einer Operation einzupflanzen.


Forscher der Ruhr Universität Bochum haben einen Antikörper hergestellt, mit dem sie die zahlreichen Stammzelltypen des Nervensystems besser als bisher unterscheiden können.