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Prof. Andrea Robitzki vom Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig hat mit ihrem Team einen mikrofluidischen Chip entwickelt, in dem Kanäle und Kulturkammer nur noch 100 Mikrometer hoch sind.
 

Prof. Dr. Frank Noé von der Freien universität Berlin erhält 2 Millionen Euro über fünf Jahre vom Europäischen Forschungsrat (ERC). Das Ziel des neuen ERC-Projekts ist es, Bindungsprozesse einzelner Moleküle und ganzer Zellen mittels Computertechnik zu simulieren.

InVitro+Jobs stellt regelmäßig Wissenschaftler und ihre innovativen Forschungen als „Arbeitsgruppe im Portrait“ vor. Im Fokus stehen neu entwickelte Methoden, ihre Evaluation sowie der Ausblick, welche tierexperimentellen Versuchsansätze gemäß dem 3R-Prinzip (reduce, refine, replace) nach Möglichkeit reduziert und bestenfalls ersetzt werden können.
In unserer aktuellen Ausgabe stellen wir Prof. Dr. Claus-Michael Lehr und sein Team vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) vor. Die Wissenschaftler entwickeln in-vitro-Lungenmodelle, um zu erforschen, wie man mit speziellen Transportsystemen (sogenannten Nanocarriern) Arzneimittel wie Anti-Infektiva und Impfstoffe durch die Lunge zum Zielort befördern könnte.

Die europäische Chemikalienagentur sieht in ihrem aktuellen Bericht Fortschritte bei den Alternativen zum Tierversuch, jedoch reichen die Entwicklungen noch nicht aus, um das Ende des Tierversuches bei der Chemikalientestung abzusehen.

Die Uni Münster hat nach einem fast fünfjährigen Diskussionsprozess ein siebenseitiges ethisches Leitbild für den Umgang mit Tieren in der Wissenschaft verabschiedet.

Horizon 2020: 110 Millionen Euro mehr in 2018

Freitag, 24 November 2017 11:41

Die gefürchtete Kürzung des europäischen Forschungsetats für 2018 ist vom Tisch. Nach einem 17stündigen Verhandlungsmarathon haben sich die Beteiligten in Brüssel für die Forschung ausgesprochen; der Etat steigt von 157,9 Mrd. Euro auf 160,1 Mrd. Euro.

Heute wird der 36. Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin verliehen. Glückliche Gewinner sind in diesem Jahr Dr. Alexander Mosig und sein Team vom Universitätsklinikum Jena. Sie entwickeln nicht nur Organe auf dem Mikrochip, sondern integrieren darin auch organeigene Immunzellen, um der menschlichen Situation näher zu kommen. Damit studieren sie deren Funktion und Verhalten bei Organerkrankungen.

Ein neues Forschungskonsortium erarbeitet im Auftrag der EU einen Fahrplan für die Weiterentwicklung der Organ-on-a-Chip-Technologie. Unter Leitung des Leiden University Medical Centers und der niederländischen Forschungsorganisation hDMT (Institute for human Organ and Disease Model Technologies) forschen die Beteiligten mit dem Ziel, eine europäische Infrastruktur aufzubauen, um eine koordinierte Entwicklung, Produktion und Implementierung von Organ-on-a-Chip-Systemen zu ermöglichen. Das Konsortium wird von der EU im Rahmen des Programmbereichs FET Open gefördert und bringt sechs führende europäische Forschungseinrichtungen unter einem Dach zusammen, darunter das Fraunhofer IGB.

LUSH-Preise 2017 vergeben

Montag, 13 November 2017 09:46

Am 10. November wurden in London die LUSH-Preisträger für Europa bekanntgegeben. Es sind 18 Gewinner aus 11 Ländern, die sich insgesamt 300.000 Pfund Sterling teilen können. In diesem Jahr wurden besonders viele Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen geehrt.

Unter der Leitung von Dr. Marcelo Salierno vom Institut für Physiologische Chemie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben Wissenschaftler eine Technologie entwickelt, die die Differenzierung von Stammzellen in Nervenzellen erleichtert und sogar den Reifeprozess beschleunigen kann.