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Anhand eines eigens entwickelten Lungenentzündungsmodell mit menschlichem Lungengewebe ist es berliner Wissenschaftlern unter der Leitung Prof. Dr. Andreas Hocke von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité gelungen, die Immunreaktion auf eine Doppelinfektion - einer schwerwiegenden Influenzavirus-Infektion und gleichzeitiger Pneumokokken-Infektion - positiv zu beeinflussen.

Die Finanzminister der EU-Mitgliedsländer verlangen, dass der EU-Haushalt für Investitionen in Forschung und Innovation im nächsten Jahr um 491,47 Millionen zu kürzen. Diese Entscheidung wäre äußerst bedauerlich, denn in den letzten 20 Jahren fußte der Wohlstand in der EU zu zwei Dritteln auf Forschung und Entwicklung und dürfte für die Wettbewerbsfähigkeit der Region nicht außer Acht zu lassen sein.

Zwei von Animal Free Research UK finanziell geförderte Projekte sind erfolgreich zum Abschluss geführt worden. Es handelt sich um ein in vitro-Wundheilungsmodell, das an der Queen-Mary Universität London entwickelt worden ist sowie zwei Modelle mit Patienten-eigenen Neurinom-Zellen bzw. Meningiomgewebe. Die Modelle wurden an der Plymouth University entwickelt.

Wie der Tagesspiegel am 18. Juni in seiner Ausgabe schrieb, will der Senat in einem Vertrag mit der Charité für den Zeitraum 2018 bis 2022 zwischen 1,2 Mio bis zu 1,9 Mio. Euro jährlich für die Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch zur Verfügung stellen.

Viele Krankheiten werden heute mit Biopharmazeutika, also Antikörper oder anderen Proteinen bekämpft. Die Massenherstellung dieser Bioarzneistoffe erfolgt aber häufig noch in Säugerzellen. Eine Firma hat hierfür einen Ersatz durch Wimperntierchen gefunden.

Eine Wissenschaftlerin des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schätzt, dass es noch rund 20 Jahre dauern könnte, bis die Tierversuche im Bereich der Arzneimittelentwicklung durch Multi-Organ-Chips abgelöst werden können.

Ein Wissenschaftlerteam aus Spanien will Patienten-eigene Knochen und Knorpel in dreidimensionaler Form drucken. Damit soll später einmal der Ersatz von Prothesen aus Metall möglich sein.

Das europäische Referenzlabor für Alternativen zum Tierversuch (EURL-ECVAM) hat eine Validierungsstudie gestartet, in der in vitro-Methoden bewertet werden, die hormonwirksame Chemikalien identifizieren können. In der Validierungsstudie kommen 17 verschiedene in vitro-Methoden als Kandidaten in Betracht.

Das amerikanische Institute for In Vitro Sciences (IIVS) hat gerade ein Labor für Inhalationstoxizitätstests eröffnet und nun ein Vitro Expositionssystem gespendet bekommen. Damit wollen sie die Auswirkungen neuer Zigarettenprodukte wie die next generation Modelle wie IQOS (heat-not-burn-Systeme) und e-Zigaretten auf humane Lungenzellen testen.

Wissenschaftler am Mario Negri Institut für Pharmakologische Forschung in Mailand, Italien, haben erst kürzlich ein von der EFSA finanziertes Projekt abgeschlossen, im Rahmen dessen sie auf Basis von OpenFoodTox-Daten alternative, computergestützte („in silico“) Modellierungstools entwickelten.