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Referenzgenom des Hamsters verbessert

Donnerstag, 12 Juli 2018 10:27

Ein gießener Forscherteam in Kooperation mit Kollegen aus Österreich und den USA hat das Referenzgenom des Hamsters neu sequenziert und dabei Lücken schließen können. Die Arbeit hat Auswirkungen auf die Qualität der in-vitro-Forschung mit Zelllinien des Hamsters.

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Dr. Caghan Kizil vom DZNE Dresden hat ein neuartiges in-vitro-Krankheitsmodell entwickelt, mit dem die Wissenschaftler Reparaturmechanismen bei Alzheimer-geschädigten Nervenzellen durch eine Immunantwort beobachten konnten.

JCR und EFSA erneuern ihre Zusammenarbeit

Dienstag, 03 Juli 2018 09:22

Das Joint Research Center (JCR) der Europäischen Union und die European Food and Safety Agency (EFSA) haben ihre Übereinkunft zur Zusammenarbeit erneuert. Beide Behörden wollen ihren Fokus u.a. auch auf den Austausch und gemeinsame Aktivitäten auf dem Gebiet der Alternativmethoden zum Schutz von Versuchstieren legen.

Wissenschaftlern aus Basel und Zürich ist es gelungen, ein künstliches Knochenmark zu entwickeln, in dem Stammzellen und Vorläuferzellen in der Lage sind, sich mehrere Tage lang zu teilen. Damit ist die Ebene entwickelt, um den Blutbildungsprozess in-vitro zu untersuchen.

Die amerikanische Environmental Protection Agency (EPA) hat einen strategischen Plan zur Förderung der Entwicklung und Umsetzung von Alternativmethoden innerhalb des TSCA Programms veröffentlicht.

Die Europäische Kommission hat zwei Ausschreibungen veröffentlicht, in denen Experten aufgefordert werden, eLearning-Tools zu entwickeln, um die Einführung von alternativen Ansätzen zu Tierversuchen in der Wissenschaft zu erleichtern.

Noch bis zum 30. Juni führt das Joint Research Center der Europäischen Union eine Befragung als Bestandteil einer Studie zu 3R-relevanten Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten durch. Alle WissenschaftlerInnen und EntwicklerInnen sind bis dahin aufgerufen, ihre Kursangebote, Verfahren und Entwicklungen in der Umfrage zu benennen und zu beschreiben.

Am 20. November findet die 14.Jahreskonferenz der European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing (EPAA) in Brüssel statt. Sie trägt den interessanten Titel "Pooling Resources to promote the use of alternative methods for advancing safety assessment", also Ressourcenbündelung zur Förderung der Anwendung von Alternativmethoden für die fortschrittliche Sicherheitsbewertung.

In Innsbruck ist das MUI animalFree Research Cluster gegründet worden mit dem Ziel, die 3R-Expertise der Region Tirol aufzubauen und zu stärken. Hier werden Wissenschafter untereinander vernetzt, um neue Ansätze für die tierversuchsfreie Forschung zu entwickeln. Gleichermaßen sollen junge Forscher in der Lehre für das Thema sensibilisiert werden.

In einer heute erschienenen Pressmitteilung haben Prof. Ulrich Dirnagl und Prof. Daniel Strech vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit ihrem Autorenteam an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen appelliert, sich in höherem Maße ihrer Verantwortung zu stellen und sich für eine verbesserte Qualität in der präklinischen Forschung zu engagieren.