Die Biomedizinerin Prof. Maike Frye übernimmt den Lehrstuhl zu 3R-Verfahren am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Wissenschaftlerin entwickelt mit ihrer Arbeitsgruppe Vascular Biology neuartige Hydrogeltechniken für Kultursysteme von menschlichen Zellen. Damit sollen Gewebeumgebungen von Endothelzellen von Gefäßen nachgebildet werden. 

Ende Dezember 2022 unterzeichnete der amerikanische Präsident Joe Biden den „FDA Modernization Act 2.0“. Nach diesem Gesetz nun muss die Sicherheit von Arzneimitteln nicht mehr zwangsläufig an Tieren getestet werden, um die Zulassung der U.S. Food and Drug Administration (FDA, staatliche Behörde zur Überwachung von Lebensmitteln, Medikamenten und Medizinprodukten) zu erhalten. Dies könnte nach mehr als 80 Jahren Sicherheitsprüfungen von Medikamenten an Tieren eine deutliche Reduktion von Tierversuchen einleiten.

Ein Team des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) erforscht mit Hilfe eines Organ-on-a-Chip die Möglichkeiten, mit Hilfe von radioaktiven Substanzen hartnäckige Tumore zu bekämpfen.

WissenschaftlerInnen des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM und der Medizinischen Hochschule Hannover MHH stellen aus induzierten pluripotenten Stammzellen kontinuierlich spezifische, reife Immunzellen her, dies in gleichbleibender Qualität und auch im industriellen Maßstab.

Seltene Muskelerkrankung in der Petrischale

Mittwoch, 21 Dezember 2022 13:38

Göttinger Forscherinnen und Forscher haben Skelettmuskeln aus menschlichen Stammzellen im Labor entwickelt. Ziel ist es, die Wirksamkeit von Medikamenten ohne Tierversuch testen zu können.

Newsletter Dezember 2022

Montag, 19 Dezember 2022 11:00

Ein Team um Prof. Volker Haucke und Dr. Wonyul Jang vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) hat einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, wie verschiedene Kompartimente in der Zelle so miteinander kommunizieren, dass der Zellstoffwechsel je nach Nahrungsangebot umgebaut wird.

Ein französisches Forscherteam aus hat in drei verschiedenen Zellkulturen untersucht, welche schädlichen Auswirkungen durch hormonwirksame Substanzen ausgelöst werden können. Der Fokus lag dabei insbesondere auf dem "Apoptose-Rezeptor" P2X7.

Unter Verwendung von Darmorganoiden haben Wissenschaftler:innen der Universität Zürich beobachtet, dass Alkoholethoxylat, eine Chemikalie, die häufig in gewerblichen Geschirrspülmitteln enthalten ist, das menschliche Darmepithel schädigen kann.

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung Konstanzer und Düsseldorfer ToxikologInnen hat eine Testbatterie mit menschlichen Zellen entwickelt, die Tierversuche zur Feststellung von neurotoxischen Substanzen beenden kann.