Wie die Berliner Morgenpost in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, wurden gestern die Finanzierungsverträge zwischen dem Senat von Berlin und den 11 staatlichen Hochschulen und der Charité unterzeichnet. Das neue Zentrum für Alternativen zum Tierversuch wird darin mit 8,5 Millionen Euro gefördert.

Das Institute for In Vitro Science (IIVS) in Gaithersburg hat bekanntgegeben, dass es gemeinsam mit dem Chemiekonzern BASF eine tierfreie, auf Humanzellen basierende Methode für Sicherheistests - genannt LuSens - nach China bringen wird. LuSens wird verwendet, um Chemikalien auf Hautsensibilisierung zu testen.

Alle Kommissionsmitglieder haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass weder der Forschungsetat noch das Erasmus-Austauschprogramm für Studierende im nächsten Finanzierungszeitraus 2021-28 mit Kürzungen zu rechnen haben. Im Gegensatz dazu sollen andere Ressorts wie die Landwirtschaft Kürzungen hinehmen und die Beiträge der Mitgliedsstaaten erhöht werden.

Am 17. April wird der Tierschutzforschungspreisträger des Bundes 2017, Privatdozent Dr. Alexander Mosig, einen Vortrag über Sepsisforschung mit Organ-on-Chip-Systemen halten und dabei die eigens entwickelten Leber-Darm-Modelle auf dem Chip vorstellen.

Für die praktische chirurgische Ausbildung im Medizinstudium kann zukünftig immer mehr auf künstlich hergestellte Gewebe zurückgegriffen werden.

Das Land Thüringen erweitert seine Preisträgerkategorien und lobt den Tierschutzpreis des Landes ab 2019 auch für praxistaugliche Forschungsarbeiten aus, die den Ersatz von Tierversuchen, die Reduktion der Anzahl an Versuchstieren oder die Verringerung von Schmerzen für Versuchstiere zum Ziel haben.

China eröffnet Alternativenlabor

Donnerstag, 21 Dezember 2017 10:21

Das chinesiche Regulationsinstitut (ZJIFDC) hat in der Nähe von Schanghai ein Labor für tierversuchsfreie Verfahren eröffnet. Dies sei auf die jahrelange Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Institut for In Vitro Sciences (IIVS) zurückzuführen.

Der Transregioverbund bestehend aus den Universitäten Würzburg, Bayreuth und Erlangen-Nürnberg erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 11,6 Millionen Euro an Fördermitteln. Damit sollen 3D-Gewebe aus dem Ducker hergestellt werden, die u.a. dem Ersatz von Tierversuchen dienen können.

Prof. Andrea Robitzki vom Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig hat mit ihrem Team einen mikrofluidischen Chip entwickelt, in dem Kanäle und Kulturkammer nur noch 100 Mikrometer hoch sind.
 

Prof. Dr. Frank Noé von der Freien universität Berlin erhält 2 Millionen Euro über fünf Jahre vom Europäischen Forschungsrat (ERC). Das Ziel des neuen ERC-Projekts ist es, Bindungsprozesse einzelner Moleküle und ganzer Zellen mittels Computertechnik zu simulieren.