Dem Biotechnologieunternehmen Dynamic42 mit Sitz in Jena, eine Ausgründung aus dem Center for Sepsis Control and Care (CSCC) des Universitätsklinikums Jena, ist ein Meilenstein geglückt. Es hat eine Wachstumsfinanzierung von der bm-t Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH (bm-t) und einem weiteren Finanzier eingeworben.

Die DNTOX GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist ein bioanalytisches Prüflabor, das Chemikalien ohne verwendung von Tieren auf ihr Potenzial hin untersucht, die menschliche Gehirnentwicklung zu stören und Entwicklungsneurotoxizität (DNT) zu verursachen. Mit ihrer Dienstleistung hat das Forscherteam Investoren überzeugt und kann nun über 1,4 Millionen Euro Starthilfe verfügen.

Ein Artikel aus Nature Medicine gibt einen guten Einblick in die derzeitige Diskussion um die Anerkennung von Ergebnissen aus tierfreien Methoden bei der Arzneimittelentwicklung.

Vor einigen Tagen ist in kanada das Unweltschutzgesetz, Bill S-5, überarbeitet worden. Es enthält Änderungen, die die kanadische Regierung verpflichten, Tierversuche für Toxizitätstests von Chemikalien möglichst zu ersetzen bzw. zu reduzieren und innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Plan zur Förderung der Entwicklung und rechtzeitigen Einbeziehung alternativer Strategien für Toxizitätstests zu veröffentlichen.

Die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung hat in Kooperation mit ACHSE e. V. seit 2008 einen Forschungspreis für Seltene Erkrankungen ausgeschrieben.

Forschende am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) unter der Leitung von Prof. Dr. Claus-Michael Lehr haben  eine neuartige Methode entwickelt, um  Biofilme im Labor gezielt auf Lungenzellen aufzubringen. Das mittels „Bioprinting“ hergestellte Modellsystem soll dabei helfen, Infektionsprozesse besser zu verstehen und bei der Erforschung neuer Wirkstoffe helfen.

Der jährlich verliehene Eppendorf & Science Prize for Neurobiology ist eine internationale Auszeichnung, mit der Nachwuchswissenschaftler für ihre herausragenden Beiträge zur neurobiologischen Forschung auf der Grundlage von Methoden der Molekular- und Zellbiologie geehrt werden.

Am 31. Mai und 1. Juni veranstaltete die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) einen zweitägigen Workshop in Helsinki, um mit verschiedenen Stakeholdern zu diskutieren, wie der Übergang zu einem tierversuchsfreien Chemikalienbewertungssystem beschleunigt werden könnte. Hauptziel des Workshops war es, sich besser zu verstehen, da alle Stakeholder unterschiedliche Perspektiven einnahmen. Derweil überlegen Forscher*innen, wie eine Ausstiegsstrategie gelingen könnte.

Einem Bericht der Fachzeitschrift "Ärzteblatt" zufolge hat sich die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hat sich dafür ausgesprochen, Tierversuche weiter zu reduzieren. Das könne auch gelingen, weil die tierversuchsfreien Methoden immer besser würden, so DGE-Vizepräsident Jan Tuckermann.

Um agressive und hartnäckige Tumore des Nervensystems bei Kindern behandeln zu können, gehen Forscherinnen und Forscher einen neuen, interdisziplinären Weg. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin, Köln, Würzburg und Tübingen.