Ein Team um Dr. Elisha Krieg vom Institute of Biofunctional Polymer Materials am Leibniz-Institut für Polymerforschung in Dresden hat eine dynamische DNA-vernetzte Matrix (DyNAtrix) entwickelt, indem es klassische synthetische Polymere mit programmierbaren DNA-Vernetzern kombiniert. Die neue Enrtwicklung sei von hoher Relevanz für In-vitro-Zellkulturmaterialien für die biologische Forschung, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung.

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sieht die Zeit für einen Richtungswechsel in der Chemikalienprüfung gekommen. Im Fachblatt „Environment International“ fordern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Weichen zu stellen und Vorschriften für Testverfahren zu ändern: „Nicht ob, sondern wie und wann!“ ist die Parole.

Ein Team aus Forscherinnen und Forschern der Monash Universität in Australien hat bei einer Untersuchung von sechs verschiedenen psychischen Erkrankungen und tausend Hirnregionen  heterogene, personenspezifische Unterschiede zwischen einzelnen Personen innerhalb einer jeden Störung zu Tage gefördert. Dies könnte ein Grund sein, weshalb Therapien wie z.B. nicht-invasive Hirnstimulation bei Depressionen nur bei einem Drittel der Patienten anschlagen.

Mit einem neuartigen Ansatz der Bildgebung und der hochauflösenden funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) haben Neurowissenschaftler und Physiker des MPI CBS in Leipzig (Deutschland) sowie der Neuroanatom Menno Witter vom Kavli Institute for Systems Neuroscience in Trondheim (Norwegen)  das menschliche Gedächtnissystem erforscht.

Entwürfe zur Aktualisierung der EU-Chemikalienverordnung weisen darauf hin, dass die Zahl der Tierversuche für die Sicherheitsbewertung in den kommenden Jahren stark ansteigen wird. Eine neue Studie bestätigt dies und zeigt, dass die ursprünglich erwartete Zahl von vier Millionen Tieren bereits jetzt überschritten ist.

Humain Award 2023

Mittwoch, 19 Juli 2023 14:37

Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM) und das Schweizer Unternehmen InSphero vergeben den HUMAIN Award für fünf Labore. Ziel ist es, den Zugang zu human-spezifischen Ansätzen ohne Tierversuche zu erweitern und ihre Einführung zu beschleunigen.

Das Joint Research Center der Europäischen Union (JRC) und die European Partnership for Alternatives to Animal testing (EPAA) haben kürzlich ein Informations-Webinar über ihren Designathon für die Verwendung von humanspezifischen Methoden im Bereich systemische Toxizität abgehalten.

Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Spang vom Biozentrum der Universität Basel hat den Fettstoffwechselprozess in Hefezellen und menschlichen Zellen untersucht. Dabei fand das Team heraus, dass ein Protein unter der Bezeichnung Arf1 beeinflusst, wann und wieviel gespeichertes Fett in Energie umgewandelt wird.

Um Krankheitsmechanismen der Malaria zu analysieren und bessere Behandlungsmöglichkeiten zu erforschen hat das Unternehmen Hesperos aus Orlando, Florida, ein Malaria-Krankheitsmodell entwickelt, in das vier menschliche Gewebekonstrukte integriert sind. Neue Behandlungsmöglichkeiten sind dringend geboten, da der malariaerreger inzwischen gegen Arzneimittel resistent geworden sind. Um schneller und effektiv neue Arzneimittel zu finden, können Organ-on-a-Chip-Technologien gut geeignet sein.

Wie Ende Juni online in Nature veröffentlicht worden ist, deutet eine Studie darauf hin, dass die Anfänge der Multiplen Sklerose zwar auf einer Autoimmunerkrankung basieren, der Verlauf der Krankheit bei den einzelnen Patienten jedoch zum Teil davon abhängt, wie gut das Gehirn mit dem Autoimmunangriff zurechtkommt.