Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Spang vom Biozentrum der Universität Basel hat den Fettstoffwechselprozess in Hefezellen und menschlichen Zellen untersucht. Dabei fand das Team heraus, dass ein Protein unter der Bezeichnung Arf1 beeinflusst, wann und wieviel gespeichertes Fett in Energie umgewandelt wird.

Um Krankheitsmechanismen der Malaria zu analysieren und bessere Behandlungsmöglichkeiten zu erforschen hat das Unternehmen Hesperos aus Orlando, Florida, ein Malaria-Krankheitsmodell entwickelt, in das vier menschliche Gewebekonstrukte integriert sind. Neue Behandlungsmöglichkeiten sind dringend geboten, da der malariaerreger inzwischen gegen Arzneimittel resistent geworden sind. Um schneller und effektiv neue Arzneimittel zu finden, können Organ-on-a-Chip-Technologien gut geeignet sein.

Wie Ende Juni online in Nature veröffentlicht worden ist, deutet eine Studie darauf hin, dass die Anfänge der Multiplen Sklerose zwar auf einer Autoimmunerkrankung basieren, der Verlauf der Krankheit bei den einzelnen Patienten jedoch zum Teil davon abhängt, wie gut das Gehirn mit dem Autoimmunangriff zurechtkommt.

Adipositasforschung mit Zellen

Donnerstag, 06 Juli 2023 10:14

Ein ForscherInnen-Team unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Spang vom Biozentrum der Universität Basel hat den Fettstoffwechselprozess in Hefezellen und menschlichen Zellen genauer untersucht. Dabei haben es herausgefunden, dass das Protein Arf1 (ADP-ribosylation factor 1) wie ein molekularer Schalter regelt, wieviele Lipide im Körper jeweils in ATP umgewandelt werden.

WissenschaftlerInnen des Wyss-Instituts an der Harvard-Universität in Boston haben die Refluxkrankheit (Barett-Ösophagus) in vitro nachgestellt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der zellulären und molekularen Auslöser dieser Erkrankung zu gewinnen und entsprechende Arzneimitteltherapien zu entwickeln.

Vom 26. bis zum 30. Juni fand der diesjährige Weltgipfel der mikrophysiologischen Systeme in Berlin statt. 1.297 Teilnehmer aus zahlreichen Ländern hatten sich registriert. Es war beeindruckend, wie viele junge NachwuchswissenschaftlerInnen sich der Entwicklung von tierfreien Methoden verschrieben haben mit der letztlichen Zielsetzung, durch humanspezifische Forschung bessere Behandlungsmethoden zu finden, den finanziellen und zeitlichen Aufwand dafür zu reduzieren und den Tierversuch zu ersetzen.

Dr. Eckhard von Kreutz, ehemaliger Senior Vice President und Leiter des Bereichs Translational Sciences bei Bayer Pharmaceuticals, beschrieb unlängst auf der Plattform LinkedIN acht Schritte, die notwendig seien, um den Tierversuch vollständig zu ersetzen.

Dem Biotechnologieunternehmen Dynamic42 mit Sitz in Jena, eine Ausgründung aus dem Center for Sepsis Control and Care (CSCC) des Universitätsklinikums Jena, ist ein Meilenstein geglückt. Es hat eine Wachstumsfinanzierung von der bm-t Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH (bm-t) und einem weiteren Finanzier eingeworben.

Die DNTOX GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist ein bioanalytisches Prüflabor, das Chemikalien ohne verwendung von Tieren auf ihr Potenzial hin untersucht, die menschliche Gehirnentwicklung zu stören und Entwicklungsneurotoxizität (DNT) zu verursachen. Mit ihrer Dienstleistung hat das Forscherteam Investoren überzeugt und kann nun über 1,4 Millionen Euro Starthilfe verfügen.

Ein Artikel aus Nature Medicine gibt einen guten Einblick in die derzeitige Diskussion um die Anerkennung von Ergebnissen aus tierfreien Methoden bei der Arzneimittelentwicklung.