Der diesjährige Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurde an Prof. Dr. Diana Klein vom Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen verliehen. Sie wird damit für ihre Arbeit zur Entwicklung und Anwendung von Zellkulturmodellen im Bereich der Tumorforschung ausgezeichnet.

Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren Bf3R beim Bundesinstitut für Risikobewertung hat seine Suchmaschine zum Auffinden
von tierversuchsfreien Methoden veröffentlicht.

Einem amerikanisch-deutschen Forscherteam ist es  gelungen, eine umfangreiche Datenbank aufzubauen, die genutzt werden kann, um Ergebnisse aus NAMs (Computervorhersagen, in-chemico- und in vitro-Versuchen) mit humanen hochqualitativen Referenzdaten auf ihre Relevanz beurteilen zu können.

WissenschaftlerInnen vom Max Delbrück-Zentrum in Berlin berichten, dass es ihnen gelungen  ist, die komplexe Gewebestruktur in Organoiden mit Licht beeinflussen zu können.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (OECD) hat vor kurzem die Assays des Start-ups DNTOX sowie weiterer in vitro-Endpunktmessungen der Universität Konstanz und der US EPA in einem Empfehlungsdokument anerkannt, so erwähnt in einem Bericht des Magazins Laborpraxis. Dies ist ein wichtiger Fortschritt auf dem Weg zur internationalen Anerkennung von tierversuchsfreien Methoden im Bereich der Entwicklungsneurotoxizitätstestung.

Das Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) nimmt derzeit wieder internationale Vorschläge für den Reduction Grant und den Humane Education Grant 2023 entgegen.

Das Land Baden-Württemberg fördert drei Projekte im Rahmen ihres Förderprogramms "Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen". Insgesamt stehen 200.000 Euro zur Verfügung, die unter drei Forschungsvorhaben aufgeteilt werden. Die Förderung wird jährlich ausgeschrieben.

MedizinerInnen und BioinformatikerInnen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich berichten, mit Hilfe maschinellen Lernens eine Methode entwickelt zu haben, um vorhersagen, wie einzelne Zellen auf bestimmte Behandlungen reagieren. Damit sollen genauere Diagnosen und Therapien möglich werden.

Prof. Dr. Peter Loskill von der Eberhard Karls Universität Tübingen und dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut in Reutlingen (MNI) und KollegInnen wollen mit einem weiblichen Hormonmodell herausfinden, wie Stoffwechsel, Immunsystem und dynamische Resilienz bei Frauen vor und nach der Menopause zusammenhängen.

Professor Nicola Mutch von der Universität Aberdeen entwickelt ein auf den Menschen bezogenes Modell, das Aufschluss über die Bildung und den Abbau von Blutgerinnseln und über die Ursachen von Krankheiten wie der koronaren Herzkrankheit geben soll.