CAAT: Prof. Leist wird mit SOT-Preis 2015 geehrt

Donnerstag, 11 Dezember 2014 21:40

Die Society of Toxicology (SOT) verleiht dem Konstanzer Forscher Prof. Dr. Marcel Leist den SOT Enhancement of Animal Welfare Award 2015 für seine Leistungen zur Erforschung von Mechanismen und Systeme im Bereich der Entwicklungsneurotoxizität mit in vitro-Methoden.

Im Auditorium des Campus der Charité hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 4. Dezember den 33. Tierschutzforschungspreis an drei herausragende Forscher verliehen. Von 16 Bewerbungen wurden drei Arbeiten ausgewählt, die den Bereich Grundlagenforschung, angewandte Forschung und translationale Forschung im Bereich der Medizin abdecken.

SPD und GRÜNE haben sich in ihren Haushaltsberatungen darüber verständigt, 2015 ein Zentrum für Ersatzmethoden zum Tierversuch (CERST NRW) einrichten. Leiterin des CERST wird Prof. Ellen Fritsche vom Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf.

Drei Forscherteams aus Tübingen, Heidelberg und Mannheim erhalten in den kommenden zwei Jahren die Landesförderung für die Entwicklung von Tierversuchsersatzmethoden für die Bereiche Lebertoxiziätsprüfungen und Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Chirurgie.

Im Bereich der Entwicklungstoxikologie hat der Wissenschaftler Dr. Stefan Weigt von der Merck KGaA einen Teratogenitätstest mit Zebrafischembryonen weiterentwickelt, der nicht nur den Einsatz trächtiger Ratten und Kaninchen (und deren Nachkommen) ersetzen kann, sondern auch ohne die Zugabe eines externen metabolischen Systems auskommt. Dafür erhielt er nun den diesjährigen hessischen Tierschutzforschungspreis. Mit ihm wurde Prof. Dr. Thorsten Stiewe und sein Team für eine Methodenentwicklung ausgezeichnet, die die Anzahl von Mäusen in der Tumorforschung erheblich reduzieren kann.

Das Center of Alternatives to Animal Testing (CAAT) Europa wird in diesem Jahr zusammen mit 11 weiteren engagierten Organisationen und Einzelpersonen mit dem Tierversuchsalternativenpreis des Kosmetikunternehmens LUSH geehrt.

Humanarzneimittel oder Tierarzneimittel: Bis heute wurden Rückstände von ca. 150 verschiedenen Pharmazeutika in Böden, Oberflächen-, Grund-  und Trinkwasser nachgewiesen. Langfristig stellen sie ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar und schädigen nachweislich die Umwelt.

Norovirus in humanen Zellen kultivierbar

Montag, 10 November 2014 21:28

Einem amerikanischen Forscherinnen-Team von der University of Florida, ist es gelungen, das gefährliche und ansteckende Norovirus in der Petrischale gemeinsam mit humanen Darmzellen zu kultivieren. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Entwicklung eines Therapeutikums getan.

Der American Fund for Alternatives to Animal Research (AFAAR) bietet gemeinsam mit der New England Anti-Vivisection Society (NEAVS) ein einjähriges Postdoktoranden-Stipendium (mit möglicher Erneuerung) in der Gesamtsumme von 40.000 US-Dollar an. Noch bis zum 15. Dezember können sich Interessentinnen für den Stipendienzeitraum 2015-16 bewerben.

Um die Organogenese und Pathogenese des Magens zu untersuchen, ist es amerikanischen Forschern aus Ohio gelungen, kleine kugelförmige Organoide herzustellen, die wichtigsten Eigenschaften der Magens aufweisen.