Mit aus reprogrammierten Hautzellen erzeugte Nervenzellen haben amerikanische Wissenschaftler Erkenntnisse zur Schizophrenie gewonnen und Medikamente erfolgreich getestet.


InVitroJobs stellt ab sofort regelmäßig Wissenschaftler und ihre innovativen Forschungen als „Arbeitsgruppe im Portrait“ vor. Im Fokus stehen neu entwickelte Methoden, ihre Evaluation sowie der Ausblick, welche tierexperimentellen Versuchsansätze gemäß dem 3R-Prinzip (reduce, refine, replace) nach Möglichkeit reduziert und bestenfalls ersetzt werden können. Gestartet wird mit den Arbeitsgruppen „Hämokompatibilität“ und „PyrogenTest“ der Abteilung Klinisches Forschungslabor Kinderherzchirurgie des Universitätsklinikums Tübingen. Der Vorstellung dieser beiden Arbeitsgruppen folgt ein Interview mit Dr. Stefan Fennrich.

Zuckermoleküle vom Fließband

Donnerstag, 17 März 2011 10:40

Die Synthese von Zuckermolekülen ist für die Entwicklung von neuen Biotech-Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln oder Impfstoffen zunehmend von Bedeutung - ein Thema für die Glykobiotechnologie, anlässlicher derer sich Wissenschaft und Wirtschaft unlängst im März in Berlin trafen.

Unter dem Namen COSIR (Combination of Chemical-Optical Sensors with Image Recognition) wird von der Bayerischen Forschungsstiftung ein Forschungsprojekt gefördert, in welchem ein System entwickelt werden soll, das kontinuierlich Bilder von Zellkulturen aufnimmt und gleichzeitig Sauerstoffgehalt und pH in der Probe messen kann, ohne dass in die Zellkultur eingegriffen werden muss.

Harnröhren aus eigenen Zellen

Mittwoch, 09 März 2011 09:40

Ein Ärzteteam aus Mexiko und den USA hat einen Erfolg mit künstlich hergestellten Harnröhren aus körpereigenen Zellen erzielt. Nach sechs Jahren sind die Harnröhren immer noch voll funktionsfähig, Gewebestruktur und -funktion gleichen nahezu dem natürlich entstandenen Organ.

Gegen eine bakterielle Entzündung, die sich bei einem eingesetzten Zahnimplantat bilden kann, haben Wissenschaftler vom Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften der ETH Zürich ein elektrolytisches Verfahren entwickelt, das ursprünglich in der Wasserreinigung Verwendung
findet.

Neuartiger Stammzell-Test ohne Tierversuche

Dienstag, 08 März 2011 09:30

Forscherinnen und Forscher der RWTH Aachen, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem Scripps Research Institute (San Diego, USA) stellen in der aktuellen Ausgabe von Nature Methods (6.3.2011) eine neue Methode zur Stammzellforschung ohne Tierversuche vor.

Herzinfarktgene über GWAS-Methode entdeckt

Dienstag, 08 März 2011 09:20

Eine immer gebräuchlichlichere Methode hat Forschern jetzt ermöglicht, 13 Risikogene zu identifizieren, wonach der erbliche Einfluss, an einer koronaren Herzerkrankung zu leiden, höher sein könnte als bislang angenommen.

Wissenschaftler in Baltimore haben eine neue Methode entwickelt, um dreidimensionale Muster chemischer Konzentrationsgradienten in vitro zu erzeugen. Perforierte Mikrobehälter lotsen lebende Zellen in definierte dreidimensionale Muster.

Ab 2013 soll ein Vermarktungsverbot für Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffe in Kraft treten, die mit Tierversuchen entwickelt wurden. In der Kritik steht dabei schon längst, dass Forscher diesen Termin verschieben wollen, da nicht genügend Alternative Methoden vorhanden sind. EU und Kosmetikindustrie versuchen nun, mit einer gemeinsamen finanziellen Förderung alternative in-vitro-Toxizitätstests zu entwickeln.