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Dienstag, 20 September 2011 21:10

CAAT erhält Förderung durch das NIH für toxikologische Kartierung

Das Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) hat 6 Millionen US Dollar vom National Institute of Health (NIH) für ein Konsortium zur Entwicklung einer neuen Methode mit dem Ziel der Kartierung der molekularbiologischen Toxizitätswege innerhalb von Zellen erhalten.

Der Leiter des Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing CAAT Prof. Dr. Dr. Thomas Hartung erhielt eine Förderung von 6 Millionen US-Dollar vom National Institute of Health (NIH) zusammen mit seinem Team der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore, Maryland, zusammen mit ihrem Partner Agilent Technologies und weitere Wissenschaftler aus Regierung und Wirtschaft für die Gründung eines Konsortiums zur Entwicklung einer neuen Methode zur Kartierung der molekularbiologischen Toxizitätswege innerhalb von Zellen.

Stoffwechselwege, die zu einem der Gesundheit entgegengesetzten Effekt führen, werden als Toxizitätswege bezeichnet (PoT). Die Kartierung der Gesamtheit dieser toxikologischen Wege wurden Humanes Toxom (Human Toxome) getauft, wird Leistung vielleicht in der Größenordnung des Human Genom Projekts bedeuten, teilte Hartung mit.

In einem ersten Schritt zur Kartierung des Human Toxoms haben die Wissenschaftler vorgeschlagen, sich erst einmal mit den endokrinen Störungen zu beschäftigen, einer Störung des Hormonsystems, die Tumore, Geburtsfehler und Entwicklungsstörungen auslösen kann. Die physiologischen Stoffwechselwege des endokrinen Systems sind relativ gut erforscht, was die Identifizierung des PoT vereinfacht im Vergleich zu anderen potenziellen Toxomfragen.

Das Team wird ein allgemeines, der Öffentlichkeit zugängliches Rahmenwerk erstellen, das der Gemeinschaft der Toxikologen ermöglicht, ihr Verständnis zu erweitern und gemeinsam die Kartierung des Human Toxoms ermöglichen wird. Hierbei sollen integrierte Teststrategien verwendet werden, die die Daten des transcriptomics und metabolomics mit Computermodellen kombinieren. Zudem wird das Konsortium eine öffentliche PoT-Datenbank erzeugen, die vollen Zugang für Wissenschaftler rund um den Globus ermöglicht.

Weitere Informationen:
http://altweb.jhsph.edu/news/current/caatnihgrant.html