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Brain-on-a-Chip im Weltraum

Freitag, 23 Juni 2017 09:16

Das amerikanische Unternehmen Emulate, Inc. mit Sitz in Boston ist von den Pionieren der Organ-on-a-Chip-Technologie des Wyss-Institute of Biologically Inspired Engineering an der Harvard Universität gegründet worden. Emulate hat bekannt gegeben, dass es einen Forschungsförderungsetat für eine vollautomatische Forschungsplattform erhalten hat, mit der auf der Internationalen Raumstation Experimente mit den firmeneigenen Brain-Chip-Systemen durchgeführt werden sollen.

Die Xell AG hat ein speziell für die ersten Schritte bei der Entwicklung von Zellinien ein zugeschnittenes Medium ohne tierische Bestandteile entwickelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Projekt von 2012 bis 2015 im Rahmen der Förderinitiative „KMU-innovativ: Biotechnologie“ mit knapp 370.000 Euro unterstützt.

Das schweizer Unternehmen AlveoliX hat einen Lung-on-a-Chip Array im multiwell-Platten-Format eingeführt. Der Chip besteht aus 12 einzelnen Lung-on-a-Chip.

Das Treffen ermöglicht Wissenschaftlern, ihre Forschungsergebnisse mit Organoiden vorzustellen, Methodenerfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen zu schließen.

Wie der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe schreibt, will der Senat in einem Vertrag mit der Charité für den Zeitraum 2018 bis 2022 zwischen 1,2 Mio bis zu 1,9 Mio. Euro jährlich für die Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch zur Verfügung stellen.

Das Institute for In Vitro Sciences (IIVS) in Gaithersburg, USA, eine Non-Profit Organisation, wurde vor 20 Jahren gegründet. Das Institut bietet in vitro-Testdienstleistungen, Validierungsstudien sowie Fortbildungen und unterstützt den Prozess für die Anerkennung neuer tierversuchsfreier Methoden. Nun hat es ein neues Respirationsexpositionslabor mit hochmoderner Technik eröffnet.

Ein Wissenschaftlerteam des Joint Research Centers der Europäischen Kommission kommt nach Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass humane in vitro-Modelle, erzeugt aus induzierten pluripotenten Stammzellen gut geeignet sind, um Neurotoxizitätstests durchzuführen und damit traditionelle Tiertests zu reduzieren.

Anlässlich der Bürgerinitiative Stop Vivisection fand vom 6. bis zum 7. Dezember in Brüssel ein wissenschaftlicher Kongress zum derzeitigen Entwicklungsstand der tierversuchsfreien Verfahren statt. Die EU-kommission hat nun auf ihrer Seite die Präsentationen und Poster zum Nachstudieren hinterlegt.

Die amerikanische Food and Drug Administration hat im Februar gemeinsam mit dem Center for Food Safety & Applied Nutrition (CFSAN) und dem ILSI North America Technical Committee on Food & Chemical Safety einen Workshop mit anschließender Diskussionsveranstaltung über den gegenwärtigen Stand der Entwicklungen von tierversuchsfreien Methoden durchgeführt. Die Vorträge und die anschließende Diskussion stehen nun auf Youtube zur Verfügung.

Zwei Forschergruppen des Universitätsklinikums Heidelberg werden zum Zika-Schwerpunkt in Deutschland ausgebaut. Es sind Dr. Thomas Jänisch von der Klinischen Tropenmedizin und Prof. Dr. Ralf Bartenschläger, Leiter der Abteilung Molekulare Virologie des Zentrums für Infektiologie, der mit humanen Zellkulturmodellen arbeitet.

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