Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Donnerstag, 03 März 2011 21:20

EU und Kosmetikindustrie fördern saarländische Forschung zu Alternativen in der Kosmetik

Ab 2013 soll ein Vermarktungsverbot für Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffe in Kraft treten, die mit Tierversuchen entwickelt wurden. In der Kritik steht dabei schon längst, dass Forscher diesen Termin verschieben wollen, da nicht genügend Alternative Methoden vorhanden sind. EU und Kosmetikindustrie versuchen nun, mit einer gemeinsamen finanziellen Förderung alternative in-vitro-Toxizitätstests zu entwickeln.


Mit 3,3 Millionen Euro wird dabei die saarländische Universität bedacht, die unter der Projektkoordination von Prof. Elmar Heinzle, Leiter der Arbeitsgruppe Technische Biochemie, das Projekt „Notox“ startete. Hier sollen innovative Techniken zur Toxizitätsvorhersage etabliert und Modelle entwickelt werden, die zukünftig zur Verträglichkeitsprüfung kosmetischer Substanzen eingesetzt werden können.

Neben den Saarbrücker Partnern arbeiten an dem Projekt "Notox" neun weitere führende Forschungsinstitute und Unternehmen aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Schweden, den Niederlanden und Israel. Es hat einen Förderumfang von insgesamt mehr als neun Millionen Euro.
"Notox" ist eines von sechs Clusterprojekten der europäischen Forschungsinitiative SEURAT (Safety Evaluation Ultimately Replacing Animal Testing), das Ersatzverfahren in der Kosmetikindustrie entwickeln soll und insgesamt mit 50 Millionen Euro ausgestattet ist.
(Zu SEURAT siehe auch den InVitroJobs-Artikel vom 1.2.11).

Weitere Informationen:
www.notox-sb.eu
http://www.deaf-deaf.de/