Das Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) hat 6 Millionen US Dollar vom National Institute of Health (NIH) für ein Konsortium zur Entwicklung einer neuen Methode mit dem Ziel der Kartierung der molekularbiologischen Toxizitätswege innerhalb von Zellen erhalten.
Zur Frage „Wie kann es gelingen, wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass der „normale“ Bürger etwas davon hat“ veranstaltet der Wissenschaftsladen Bonn (WiLaBonn) in regelmäßigen Abständen ein Wissenschaftscafé, in dem BesucherInnen sich in zwangloser Atmosphäre „auf Tuchfühlung“ mit Forschern und Wissenschaftsjournalisten begeben können. Zum Thema „Stammzellforschung“ war auch Dr. Christiane Hohensee von InVitroJobs am 22. September geladen, um sich zu den Möglichkeiten Stammzellforschung als Ersatzverfahren zu Tierversuchen einer interessierten Schülerschaft von rund 50 Teilnehmern aus der 11. und 12. Klasse für Fragen zur Verfügung zu stellen.
Computerspieler haben die Struktur eines AIDS-ähnlichen Enzyms entschlüsselt. Zwar ist der Durchbruch lediglich Ergebnis eines Onlinespiels, dennoch könnten die Erkenntnisse für die Forschung von großer Bedeutung sein.
Forscher um um Preben Boysen von der Norwegischen Hochschule für Veterinärwissenschaften in Oslo haben herausgefunden, dass in keimfreier Umgebung aufwachsende und eingesetzte Labormäuse in ihrem Immunsystem im Vergleich zu ihren in der Natur lebenden Artgenossen und dem Menschen zu wenig Killerzellen aufweisen. Damit seien die Tierforschungsergebnisse in der Immunologie mit besonderer Vorsicht zu behandeln.
Einem Forscherteam um Eduard Batlle vom Institute for Research in Biomedicine (IRB) in Barcelona und Hans Clevers vom University Medical Center in Utrecht gelang es, den Ort der Stammzellen im menschlichen Dickdarm ausfindig zu machen, die zellen zu isolieren und im Labor zu züchten.
Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) unter der Leitung von Prof. Dr. Claus-Michael Lehr wollen Lungenzellen von Mäusen zu einem stabilen Modell umbauen, um das Eindringen von Krankheitserregern wie Viren und Bakterien zu erforschen und neue Wirkstoffe zu testen.
In Berlin wurde erstmalig der Berliner Forschungspreis für Alternativen zu Tierversuchen verliehen. Unter 10 eingereichten Vorschlägen wählte die Jury die Arbeit von Dr. med. Andreas Hocke von der Medizinischen Klinik der Charité Berlin zum Thema „Etablierung und Fortentwicklung eines humanen Lungengewebe-Infektionsmodells zur Reduktion und zum Ersatz von Tierversuchen in Maus-Pneumonie-Modellen“ zum Wettbewerbssieger.
Der Leiter der Fachgruppe „Alternativmethoden zu Tierversuchen – ZEBET" im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Dr. Manfred Liebsch, erhält zusammen mit Dr. Kevin Crofton von der U.S. Environmental Protection Agency (EPA) den diesjährigen Recognition Award des Center for Alternatives to Animal Testing.
Bislang war es schwierig, kleine und komplexe Blutgefäße künstlich herzustellen, die im Rahmen des Tissue Engineering erzeugte Organe oder Gewebe mit Nährstoffen versorgen sollen. Mittels des Rapid Prototyping lassen sich nun auch solche filigranen komplexen 3D-Modelle herstellen.
Britische Forscher aus Edinburgh unter der Leitung von Tilo Kunath haben aus Hautzellen einer Patientin, die an einer erblichen Form der Parkinson-Krankheit leidet, zunächst iPS-Zellen, sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen, angezüchtet und daraus dann Dopamin-bildende Nervenzellen gebildet, die Merkmale erkrankter Hirnzellen zeigten.