Bislang ist es schwierig, Organoide über eine gewisse Größe hinaus für die in vitro-Forschung zu entwickeln, weil sie in ihrem Inneren zunehmend weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können, dadurch Nekrosen bilden und innen absterben können. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist es einem Forschungsteam vom Cardiovascular Institute der Stanford-University in Kalifornien und vom Department of Biomedical Engineering der University of North Texas gelungen, die frühesten Stadien der Gefäßentwicklung von menschlichen Herz- und Leberorganoiden in vitro zu erzeugen.
Das In-vitro-Modell stellt einen technischen Fortschritt bei der Beantwortung von Fragen zur De-novo-Organvaskularisierung dar. Die Beobachtungen deuten darauf hin, dass es ein konserviertes Entwicklungsprogramm gibt, das an der Bildung des Gefäßsystems in verschiedenen Organsystemen beteiligt ist.
Originalpublikation:
Abilez OJ, Yang H, Guan Y, Shen M, Yildirim Z, Zhuge Y, Venkateshappa R, Zhao SR, Gomez AH, El-Mokhal M, Dunkenberger L, Ono Y, Shibata M, Nwokoye PN, Tian L, Wilson KD, Lyall EH, Jia F, Wo HT, Zou G, Aldana B, Karakikes I, Obal D, Petlz G, Zarins CK, Wu JC. Gastruloids enable modeling of the earliest stages of human cardiac and hepatic vascularization. Science 2025; in press.
Weitere Informationen:
https://www.science.org/
https://med.stanford.edu/
Dr. rer. nat.
Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Rheinland-Pfalz e.V.