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Biologielaborantin
Zurzeit befinde ich mich im 4. Lehrjahr meiner Ausbildung am Lehrstuhl für Zell- und Entwicklungsbiologie der Universität Würzburg, welche ich Ende Februar 2012 abschließen werde. Dort führe ich verschiedene molekularbiologische Analysen von Proteinen aus, z. B. mit Westernblots, 2D-Gelelektrophoresen und indirekten Immunfluoreszenzen. Zudem habe ich Methoden der DNA-Klonierung sowie Arbeiten in der Zellkultur und Elektronenmikroskopie kennengelernt. Ich bin ein verantwortungsbewusster und zuverlässiger Mensch und kann selbstständig sowie auch im Team arbeiten. Die mir übertragenen Aufgaben führe ich sorgfältig aus. Darüber hinaus bin ich gerne bereit, neue Arbeitsbereiche kennenzulernen (z. B. mikrobiologische Prüfungen oder Botanik) und mich weiterzubilden. Ich habe zudem fundierte Kenntnisse im Bereich der EDV.
Promotion
Ich habe mein Biologie Studium im November letzten Jahres erfolgreich abgeschlossen und bin auf der Suche nach einer Promotionsstelle für die ich mich begeistern kann. Ich möchte zukünftig an Tierversuch Ersatz im Sinne der 3R forschen. In meiner Diplomarbeit habe ich an neurodegenerativen Erkrankungen geforscht und mir neben molekularbiologischen in-vitro Methoden auch Fähigkeiten im bioinformatischen Bereich angeeignet. Was den Promotionsbeginn angeht bin ich flexibel, da ich derzeit eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin habe.

Untersuchung der Wirkung von exotischen Heilpflanzenextrakten ohne Tierversuche

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Die Berliner Professorin für Veterinärmedizin Johanna Plendl erforscht zusammen mit der südafrikanischen Professorin für Biochemie Zodwa Dlamini südafrikanische Pflanzen, die eine Wirkung auf die Bildung von Blutgefäßen haben und traditionell gegen Krebs eingesetzt werden. Plendl untersucht dabei die Wirkung von Pflanzen-Extrakten mit einem preisgekrönten Verfahren, welches die Blutgefäßforschung ohne Tierversuche ermöglicht.


Von jeher gab es Menschen mit einem besonderen Wissen über die Heilkraft bestimmter Pflanzen. Seit langem ist dies in der Schulmedizin und Pharmaindustrie bei der Suche nach Gewächsen gefragt, mit denen Krankheiten und Epidemien bekämpft werden sollen. Prof. Dlamini an der südafrikanischen Universität Limpopo untersucht die heimischen Gewächse in ihrem Labor. Dabei sucht sie Pflanzen, die eine Wirkung auf die Bildung von Blutgefäßen haben. Die Wissenschaftlerinnen haben ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziertes Kooperationsprojekt gestartet und erforschen, welche Pflanzen über sogenannte anti-angiogene Faktoren verfügen, das sind Wirkstoffe, die die Bildung von Blutgefäßen unterdrücken. Diese Wirkstoffe, die das Wachstum bremsen, sind von Bedeutung für die Behandlung von Krebs, Rheuma oder Erblindung.

Zodwa Dlamini recherchiert in Fachkreisen und befragt die lokale Bevölkerung, wo das Wissen um Heilpflanzen noch immer weit verbreitet ist, um die richtigen Pflanzen zu finden. Die Wissenschaftlerin fertigt dann Extrakte an und sendet diese gefriergetrocknet nach Deutschland. Johanna Plendl untersucht und quantifiziert anschließend die Wirkung dieser Extrakte, um Aussagen über die Sicherheit und Effektivität der Pflanzen machen zu können. Dabei werden die Pflanzen-Extrakte mit einem preisgekrönten, im Jahre 2005 entwickelten Verfahren getestet, welches bereits intern validiert wurde und die Blutgefäßforschung ohne Tierversuche ermöglicht. Hierzu werden die Wirkungen der Extrakte an Endothelzellen in einer Zellkulturschale untersucht. In einer späteren Projektphase sollen auch Pflanzen verwendet werden, die im Handel üblicherweise nicht erhältlich sind, wobei eine engere Kooperation mit traditionellen Heilern notwendig sein wird, die auch davon profitieren sollen.


Quelle:
Nicole Körkel: Von Heilern und Heilpflanzen. Eine Veterinärmedizinerin und eine Ethnologin der Freien Universität forschen in Südafrika. In: Der Tagesspiegel, Freitag, 9. Juli 2010. <http://www.tagesspiegel.de/zeitung/von-heilern-und-heilpflanzen/1878480.html
> (gesehen am 09.07.2010).