Magenfundus in der Petrischale

Dienstag, 10 Januar 2017 09:44

Wissenschaftler des Cincinnati Children’s Hospital Medical Center haben einen relevanten Teil des Magens aus induzierten pluripotenten Stammzellen in der Petrischale nachgebildet, den Fundus. Der Minimagen ist in der Lage, Magensäure und Verdauungsenzyme zu produzieren. Zwei Jahre zuvor hatte das Forscherteam bereits die hormonproduzierende Magenregion, genannt Antrum, nachentwickelt.

Das PETA International Science Consortium Ltd. nimmt Projektvorhaben entgegen, die die Anwendung des VITROCELL® in vitro exposure-Systems mit dem Ziel belegen können, die Verwendung von Tieren im Bereich der Inhalationstestung zu ersetzen oder zu reduzieren.

Drei Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben eine Methode entwickelt, um flexible, dreidimensionale Mikrogerüste aufzubauen, in denen Zellkulturen in einem maßgeschneidertem Milieu gezüchtet und erforscht werden können.
 

Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung Dortmund wollen im Verbund mit europäischen Stammzellexperten leberzellähnliche Zellen, wie man sie derzeit im Labor aus Stammzellen herstellen kann, optimieren und zukünftig für eine Stammzelltherapie als Alternative zu einer Organtransplantation und als Testsystem zum Ersatz von Tierversuchen nutzbar machen.

NeuroVasculart Unit (NVU) on a Chip

Freitag, 30 Dezember 2016 21:32

Wissenschaftler des Vanderbilt Institute for Integrative Biosystems Research and Education (VIIBRE) in Nashville, Tennesee, haben eine Blut-Hirn-Schranke auf dem Chip entwickelt. Sie wollen damit Entzündungsprozesse des Gehirns untersuchen.

Pluripotente Stammzellen können direkt in Motoneuronen umgewandelt werden. Ein amerikanisch-deutsches Forscherteam gibt an, unter Einhaltung eines Mischungsverhältnisses bestimmter Transkriptionsfaktoren eine Ausbeute von bis zu 95 Prozent erzielen zu können. Den zugrundeliegenden genauen Zellmechanismus haben die Wissenschaftler von der Pennsylvania State University, der New York University und des Max-Delbrück-Zentrums
nun beschrieben.

Der niederländische Landwirtschaftsminister Martijn van Dam hat vor einigen Monaten angekündigt, die Niederlande bis 2025 zum Weltführer im Bereich tierversuchsfreier Verfahren machen zu wollen.

Hessischer Tierschutzforschungspreis 2016 vergeben

Donnerstag, 15 Dezember 2016 17:41

In diesem Jahr geht der mit 14.000 Euro dotierte hessische Tierschutzforschung an die zwei Preisträger Dr. Christina Spohr und Dr. Rüdiger Hack.

Zur Untersuchung der Auswirkungen des Rauchens haben Forscher des Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering  an der Harvard-Universität in Boston eine kleine "Mikrolunge auf dem Chip" mit menschlichen Bronchialepithelzellen mit einer Zigarettenrauchmaschine kombiniert und zu einem Mikrorespirator weiterentwickelt.
 

Anlässlich der Bürgerinitiative Stop Vivisection fand vom 6. bis zum 7. Dezember in Brüssel ein wissenschaftlicher Kongress zum derzeitigen Entwicklungsstand der tierversuchsfreien Verfahren statt. Neben den Stärken und Schwächen der neuen humanspezifischen Methoden ging es auch um die fehlende Reproduzierbarkeit von Tierversuchsergebnissen und um die fehlende Transparenz und Schwächen bei der Publikation von Ergebnissen.