News

Ab Ende März soll menschliche Haut in Stuttgart buchstäblich vom Fließband kommen. Zunächst wollen die Forscher Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB jeden Monat 5.000 daumennagelgroße Hautmodelle züchten, dies vollautomatisch und versandfertig.

Das Rheinland-pfälzische Umweltministerium fördert ein auf zwei Jahre angelegtes Kooperationsprojekt des Universitätsklinikums Heidelberg - Institut für Humangenetik - und dem Institut für Biologische Grenzflächen 1 des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zur Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen.

Der weltgrößte Teeproduzent Unilever, unter anderem Hersteller von Lipton-Tee, hat angekündigt, mit sofortiger Wirkung weltweit keine Tierversuche für Tee oder Tee-Inhaltsstoffe mehr durchzuführen, sollten diese nicht gesetzlich vorgeschrieben sein.

Im Januar dieses Jahres startete unter der Leitung des Kölner Universitätsprofessors Dr. Jürgen Hescheler das mit über 8 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt DETECTIVE, ein Projekt des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU zusammen mit der Colipa (European Cosmetic Association). Das Projekt dient der Ermittlung von Endpunkten (Studienzielen) und Biomarkern für die Langzeittoxizitätsuntersuchungen mit Hilfe von in vitro Systemen.

Muschelmaus ab heute ersetzt

Dienstag, 01 Februar 2011 10:00

Die neue EU-Verordnung beendet den sogenannten Maus-Bioassay zur Überprüfung der Giftbelastung in Speisemuscheln und schreibt statt dessen ein tiereinsatzfreies, chemisches Verfahren zum Test der Toxinbelastung von Speisemuscheln vor.

Am 24. Januar wurde im Berliner Wissenschaftsforum durch den Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Matthias Kleiner, der diesjährige Ursula M. Händel-Tierschutzpreis verliehen. Die Preisträger sind in diesem Jahr zwei Forscherteams aus Hamburg und Konstanz, die mit jeweils 25.000 € bedacht werden. Eingebettet in die Preisverleihung war eine Podiumsdiskussion zum Thema >Tierversuche in der Grundlagenforschung: Chancen und Grenzen von Ersatzmethoden<.

Mit modernsten gentechnischen Methoden ist die Wissenschaft der Aufklärung neurodegenerativer Erkrankungen einen Schritt näher gerückt. Mittels in vitro-Untersuchungen durch Transfektion (Einbringen von Fremd-DNA in eukaryotische Zellen) künstlich hergestellter, funktionsloser Proteine in sogenannte HEK293T-Zellen haben Forscher des MPI für Biochemie in Martinsried bei München herausgefunden, wie Proteinaggregate zu neurodegenerativen Krankheiten führen können, wodurch Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder Chorea Huntington entstehen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA) sucht wissenschaftliche Sachverständige für die externe Begutachtung der wissenschaftlichen Stellungnahmen der EFSA. Die Sachverständigen sollen eine externe Qualitätsbewertung der wissenschaftlichen Veröffentlichungen organisieren.

Der mit 25.000 Euro dotierte Forschungspreises >Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch< des Landes Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an zwei Wissenschaftler aus Freiburg und Konstanz, Dr. Elisabeth Schültke und Prof. Dr. Marcel Leist.

Der 29. Forschungspreis zur Förderung methodischer Arbeiten mit dem Ziel der Einschränkung und des Ersatzes von Tierversuchen des Bundesministeriums für Ernahrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 2010 geht an in diesem Jahr an eine Forschergruppe des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen, die auch als Arbeitsgruppe bei invitrojobs vertreten ist. Sie erhalten den Preis für die Entwicklung einer In-vitro-Methode zur Bestimmung von Resttoxizität in Tetanusimpfstoffen.