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Prof. Thomas Hartung von der Johns Hopkins Universität in Baltimore ist der diesjährige Empfänger des Björn Ekwall Memorial Awards. Er wird damit für seine Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklung und Evaluierung von tierversuchsfreien Methoden für die Risikobewertung toxischer chemischer Substanzen, für seine Arbeit als Direktor der europäischen Validierungsbehörde ECVAM in den Jahren 2002 bis 2008 und gleichermaßen für die Leitung des Centers for Alternatives to Animal Testing (CAAT, seit 2009 bis heute) geehrt.

Mit der Besetzung von Prof. Maike Windbergs hat das Land Hessen seine Ankündigung umgesetzt, im Bundesland eine Professur zur Entwicklung von tierversuchsfreien Verfahren einzurichten.

In einem Kommentar in Nature online kritisieren Prof. Jonathan Kimmelman und Carole Federico, Lehrstuhl für Bioethik an der McGill-Universität in Montreal, dass ohne einen belegten Nutzen Arzneistoffkandidaten in ersten Studien am Menschen getestet werden. Die Behörden würden zwar Belege für die Sicherheit einfordern, nicht jedoch eine Wirksamkeitseinschätzung.

Die europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat ein Update ihrer Guideline herausgebracht. Damit möchte sie Chemikalienprodukten bzw. Importeure, die ihre Chemikalien registrieren müssen, ermutigen, die anerkannten neuen tierversuchsfreien Verfahren zu berücksichtigen.

Die europäische Lebensmittelagentur EFSA hat eine Datenbank mit wissenschaftlichen Ergebnissen zur Toxizität in der Lebens- und Futtermittelkette herausgebracht.

Im neuen saarländischen Hochschulgesetz gibt es jetzt die Möglichkeit eines tierversuchsfreien Studiums, allerdings muss dies der Student beantragen. Die saarländischen Hochschulen wollen sich zudem bei der Förderung der Entwicklung tierversuchsfreier Methoden engagieren.

Chemiker der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) arbeiten an einem Verfahren, mit dem sogenannte chirale Moleküle zuverlässig getrennt werden können. So woll es in Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln weniger Nebenwirkungen geben. Ab dies em Ende zu einer Abnahme von Tierversuchen führt, ist unbekannt.

Cell-Based Systems für Medizinproduktetests

Dienstag, 24 Januar 2017 14:23

In Wien arbeiten der Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Czerny und Prof. Dr. Ines Swoboda an einer Alternative mit Zellen, um die schädigenden Auswirkungen des Kontakts von Medizinprodukten mit menschlichem Gewebe eingehender studieren zu können. Sie versuchen dabei, zelleigene Sensoren und Signalwege als Biomarker zu nutzen.

Bern: Lungenkrankheitsmodelle auf dem Chip

Freitag, 20 Januar 2017 11:05

Prof. Olivier Guenat, Leiter des Labors für Organs-on-Chip-Technologie (Artorg) der Universität Bern hat Lungenkrankheits-Modelle auf dem Chip entwickelt. Damit erforscht er die Erkrankungen und testet Medikamente zur Behandlung dieser Erkrankungen.

Wissenschaftler der Harvard University haben ein multiregionales Brain-on-a-Chip-Modell entwickelt, das die Verbindungen zwischen drei verschiedenen Regionen des Gehirns modelliert. Die Forscher wollen damit untersuchen, wie sich Erkrankungen wie z. B. Schizophrenie gleichzeitig auf die verschiedenen Gehirnregionen auswirken.