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Donnerstag, 18 Mai 2017 12:30

Forscher züchten erstmals menschliche Blutstammzellen aus iPS

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler menschliche Blutstammzellen aus induizierten pluripotenten Stammzellen hergestellt. Sie sollen helfen, Blutkrebs besser zu erforschen, und als Grundlage für neue Therapien dienen.

Dabei wandelten sie die menschlichen ipS-Zellen zunächst in sogenannte haemogene Endothelzellen um und differenzierten sie dann mit Hilfe von sieben geeigneten Differenzierungsfaktoren, die mit Hilfe von Viren als Vektoren eingebracht worden waren. Dadurch konnten sich die hämogenen Endothelzellen in hämatopoetische Stammzellen weiterdifferenzieren. Die Zellen sind funktionsfähig, sollen sich jedoch molekularbiologisch von orginal Blutstammzellen unterscheiden.

Originalpublikation:
Ryohichi Sugimura, Deepak Kumar Jha, Areum Han, Clara Soria-Valles, Edroaldo Lummertz da Rocha, Yi-Fen Lu, Jeremy A. Goettel, Erik Serrao, R. Grant Rowe, Mohan Malleshaiah, Irene Wong, Patricia Sousa, Ted N. Zhu, Andrea Ditadi, Gordon Keller, Alan N. Engelman, Scott B. Snapper, Sergei Doulatov & George Q. Daley (2017): Haematopoietic stem and progenitor cells from human pluripotent stem cells. Nature 17. Mai 2017, doi:10.1038/nature22370

Quelle:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/blutstammzellen-des-menschen-erstmals-im-labor-gezuechtet-a-1148154.html