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Donnerstag, 16 März 2017 09:25

Dresdener Fraunhofer IWS entwickelt mikrophysiologische Systeme für Nierenforschung

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) hat mikrophysiologische Systeme in der Größe einer Visitenkarte entwickelt, die bereits vielfach in Forschung und Industrie Anwendung finden. Dabei sind sie in der Lage, pharmakologisch relevante Funktionsmechanismen nachzubilden.

Dabei werden die Systeme genutzt, um verschiedene Einzelorgane oder auch Organkombinationen in Miniaturformat nachzustellen mit dem Ziel, die Organerkrankungen näher zu erforschen und Tierversuche zu ersetzen.

Am Universitätsklinikum in Dresden z.B. haben Dr. Jan Sradnick und Deborah Förster gemeinsam mit Florian Schmieder vom Fraunhofer IWS ein mikrophysiologisches Modell der Nierenkapillaren entwickelt. Damit lassen sich wichtige Krankheitsprozesse der Niere ohne den Einsatz von Labormäusen nachstellen und dadurch Tierversuche in der Grundlagenforschung reduzieren. Das Forscherteam entwickelt derzeit ein komplettes zelluläres Modell der Niere. Florian Schmieder vom Fraunhofer IWS  ist der Spezialist für die Entwicklung der mikrophysiologischen Systeme.

In der Pressemitteilung weist das Fraunhofer IWS darauf hin, dass die entwickelten Systeme zwar bereits helfen können, komplexe biomedizinische Fragestellungen zu beantworten. Eine künstliche Niere zu entwickeln und einen nachhaltigen Wechsel zu tierversuchsfreier Forschung herbeizuführen bräuche jedoch noch umfangreiche Forschungsarbeiten.

Quelle:
http://www.iws.fraunhofer.de/de/presseundmedien/presseinformationen/2017/presseinformation_2017-06.html