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Freitag, 27 Mai 2016 21:17

Spin-off der RWTH Aachen stellt alternatives Zellkulturmedium her

In Zusammenarbeit mit Biologen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität (RWTH) Aachen entwickelt ein Jungunternehmen ein alternatives Zellmedium für regenerative Therapien. Statt Blut ungeborener Kälber werden humane Blutplättchen genutzt.

Der Molekularbiologe und ehemalige RWTH-Wissenschaftler Dr. Hatim Hemeda stellt sein Serum aus Blutplättchenkonzentraten von Blutbanken her. Mit dem Rohstoff wird er inzwischen von zahlreichen Zulieferern deutschlandweit beliefert. Der Jungunternehmer gründete 2015 die PL BioScience GmbH – in Zusammenarbeit mit Christian Wilkes, der für den wirtschaftlichen Bereich zuständig ist.

Unterstützung erhielt das Duo vom Gründerkolleg der RWTH und von Professor Wolfgang Wagner, in dessen Arbeitsgruppe Stem Cell Biology and Cellular Engineering er sein Verfahren entwickelt hat. In dieser Arbeitsgruppe wird ausschließlich mit Plättchenlysat gearbeitet. Dieses ist auch Ausgangsstoff für eine 3D-Matrix, in der sich Zellen viel wohler fühlen als auf der harten Oberfläche von Zellkultur-Plastikflaschen – eine Erfindung aus der Arbeitsgruppe von Prof. Wagner, die von der RWTH zum Patent angemeldet wurde, berichten die Wissenschaftler in einer heutigen Pressemitteilung.

Neben dem Flüssigmedium PLSOLUTION, vertrieben in zwei Qualitäten, ist die PLMATRIX das zweite und von der RWTH einlizensierte Produkt des Spin-offs. Mehr als 250 Blutplättchen-Spenden werden für eine Herstellungseinheit gepoolt.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de/cms/root/Die-RWTH/Aktuell/Pressemitteilungen/Mai/~lfgz/Spin-off-der-RWTH-macht-Verzicht-auf-Kae/
http://www.pl-bioscience.com/
http://www.ukaachen.de/kliniken-institute/institut-fuer-zellbiologie/institute/division-of-stem-cell-biology-and-cellular-engineering/team/prof-wagner.html