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Mittwoch, 10 August 2011 07:00

Erbgut der CHO-Zellen sequenziert

Die CHO-Zellen wurden in den 60er Jahren aus den Ovarien des Chinesischen Hamsters isoliert und kultiviert. Die Zellkulturen sind wichtige Produktionsstämme in der Pharmaindustrie. Das Erbgut eines Musterstammes wurde nun erstmals sequenziert.


Chinese Ovary Hamster-Zellen (CHO-Zellen) werden weltweit in der Pharmaindustrie zur Produktion von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln eingesetzt. Ein Forscherteam aus Dänemark, den USA und China hat CHO-Zellen des Typs K1 nun vollständig sequenziert und mehr als 24.000 Gene
identifiziert. Aus 83 Prozent der Gene konnten Sie per Datenbankrecherchen ein Protein funktionell zuordnen. Dieser Erfolg wird als hilfreich bewertet, um Produktionsprozesse und Ausbeuten therapeutischer Proteine zu optimieren.
Der sequenzierte Musterstamm CHO-K1 unterscheidet sich aber in vieler Hinsicht von den Produktionsstämmen, die in der Industrie eingesetzt werden, da diese mit Hilfe von gentechnischen Methoden die Gensequenzen ihrer Stämme den hauseigenen Produktionsbedürfnissen angepasst haben. Wegen dieser Unterschiede können die nun veröffentlichten Daten allenfalls Hinweise darauf liefern, wie sich die CHO-Zellen besser an die Bedürfnisse der Industrie anpassen lassen.

Quelle: http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=129110.html
Originalliteratur: http://www.nature.com/nbt/journal/v29/n8/abs/nbt.1932.html